Marktberichte
FED-Leitzinsen auf 2,25% gesenkt
19.03.08 | 09:20 Uhr
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Die FED hat gestern die Leitzinsen um 75 BP auf nun 2,25% gesenkt, um damit wie erwartet die US-Wirtschaft mit noch billigerem Geld zu versorgen und die drohende Rezession abzuwenden, so die Analysten der HSH Nordbank AG.
Mit diesem Schritt habe die FED die Leitzinsen seit Ausbruch der Finanzmarktkrise insgesamt um 300 BP gesenkt, dies sei der niedrigste Stand seit Ende 2004. Allerdings hätten einige Marktteilnehmer sogar mit einer noch stärkeren Zinssenkung um 100 BP spekuliert. Die Zinsentscheidung sei jedoch nicht einstimmig gefallen, zwei Mitglieder des geldpolitischen Entscheidungsgremiums hätten gegen eine derart deutliche Zinssenkung votiert. Die Notenbank habe den Zinsschritt mit dem signifikanten Druck, der auf den Finanzmärkten laste, und den sich weiter eintrübenden Perspektiven für die Konjunktur begründet.
Zuletzt habe die Krise um die Investmentbank Bear Stearns die Märkte in Atem gehalten und Ängste vor weiteren Hiobsbotschaften von Finanzinstituten geschürt. Die FED sei jedoch noch nicht am Ende ihrer geldpolitischen Lockerung angekommen. Nachdem man bisher lediglich Zinssenkungen bis auf 2,00% bis zur Jahresmitte erwartet habe, gehe man nun davon aus, dass die FED die Leitzinsen bis auf 1,00% senke. Grund dafür sei das Verhalten der Notenbank in den letzten Tagen, das deutlich signalisiere, dass die FED auf jede mögliche Art und Weise Liquidität in den Markt pumpen werde, um die Refinanzierungsprobleme der Banken abzumildern.
Die Zinssenkung der FED und das Ausbleiben neuer Hiobsbotschaften - mit großer Unruhe seien die Quartalszahlen der beiden US-Investmentbanken Goldman Sachs und Lehman Brothers erwartet worden - hätten die Aktienmärkte jenseits des Atlantiks gestützt. Dementsprechend seien die Kursgewinne der T-Notes gestoppt worden. Die Rendite der zweijährigen Treasuries sei auf 1,60% gestiegen, da der Markt auf noch deutlichere Zinssenkungen spekuliert habe. Auch die Renditen am langen Ende hätten auf 3,48% zulegen können.
Die gestrigen Erzeugerpreise hätten im momentanen Umfeld kaum Beachtung gefunden, obwohl die Kernrate mit einem Plus von 0,5% gegenüber Vormonat über den Erwartungen gelegen habe. Doch die Preisüberwälzungsspielräume der Unternehmen sollten momentan auch eher begrenzt sein. Für heute erwarte man eine moderate Kursentwicklung auf dem US-Treasurymarkt. (19.03.2008/ac/a/m)
Mit diesem Schritt habe die FED die Leitzinsen seit Ausbruch der Finanzmarktkrise insgesamt um 300 BP gesenkt, dies sei der niedrigste Stand seit Ende 2004. Allerdings hätten einige Marktteilnehmer sogar mit einer noch stärkeren Zinssenkung um 100 BP spekuliert. Die Zinsentscheidung sei jedoch nicht einstimmig gefallen, zwei Mitglieder des geldpolitischen Entscheidungsgremiums hätten gegen eine derart deutliche Zinssenkung votiert. Die Notenbank habe den Zinsschritt mit dem signifikanten Druck, der auf den Finanzmärkten laste, und den sich weiter eintrübenden Perspektiven für die Konjunktur begründet.
Zuletzt habe die Krise um die Investmentbank Bear Stearns die Märkte in Atem gehalten und Ängste vor weiteren Hiobsbotschaften von Finanzinstituten geschürt. Die FED sei jedoch noch nicht am Ende ihrer geldpolitischen Lockerung angekommen. Nachdem man bisher lediglich Zinssenkungen bis auf 2,00% bis zur Jahresmitte erwartet habe, gehe man nun davon aus, dass die FED die Leitzinsen bis auf 1,00% senke. Grund dafür sei das Verhalten der Notenbank in den letzten Tagen, das deutlich signalisiere, dass die FED auf jede mögliche Art und Weise Liquidität in den Markt pumpen werde, um die Refinanzierungsprobleme der Banken abzumildern.
Die Zinssenkung der FED und das Ausbleiben neuer Hiobsbotschaften - mit großer Unruhe seien die Quartalszahlen der beiden US-Investmentbanken Goldman Sachs und Lehman Brothers erwartet worden - hätten die Aktienmärkte jenseits des Atlantiks gestützt. Dementsprechend seien die Kursgewinne der T-Notes gestoppt worden. Die Rendite der zweijährigen Treasuries sei auf 1,60% gestiegen, da der Markt auf noch deutlichere Zinssenkungen spekuliert habe. Auch die Renditen am langen Ende hätten auf 3,48% zulegen können.
Die gestrigen Erzeugerpreise hätten im momentanen Umfeld kaum Beachtung gefunden, obwohl die Kernrate mit einem Plus von 0,5% gegenüber Vormonat über den Erwartungen gelegen habe. Doch die Preisüberwälzungsspielräume der Unternehmen sollten momentan auch eher begrenzt sein. Für heute erwarte man eine moderate Kursentwicklung auf dem US-Treasurymarkt. (19.03.2008/ac/a/m)
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