Mit über 25 Prozent würde Müller über eine Sperrminorität verfügen. Das bedeutet, er könnte bestimmte Beschlüsse der Hauptversammlung verhindern. Hintergrund der jetzt veröffentlichten Mitteilung sind verschärfte Regeln, die seit Februar gelten und mit denen der Gesetzgeber verhindern will, dass sich jemand bei börsennotierten Firmen im Verborgenen im großen Stil einkaufen kann.
AKTIE LEGTE NACHBÖRSLICH DEUTLICH ZU
Die im MDax notierte Douglas-Aktie legte am Freitag nachbörslich deutlich zu. Ein Börsianer sagte: "Damit könnte Müller eine Übernahme durch andere Interessenten wie die Gründerfamilie Kreke mit Finanzinvestoren verhindern. Oder er könnte selber aktiv werden und den Preis nach oben treiben wollen."
Müller hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, er wolle seinen Anteil an Douglas auf 15 bis 18 Prozent aufstocken und so zum zweitgrößten Einzelaktionär aufsteigen. Bislang hat mit knapp 26 Prozent die Oetker-Gruppe die meisten Anteile. Die Familie Kreke besitzt 12,7 Prozent der Aktien, kommt aber mit der verwandten Gründerfamilie Eklöh zusammen auf rund 30 Prozent.
GRÜNDERFAMILIE LOTET MÖGLICHKEITEN AUS
Bei der Familie Kreke stieß Müllers Vorstoß bislang auf wenig Begeisterung. Im Januar hatten die Krekes mitgeteilt, sie würden derzeit zusammen mit Finanzinvestoren ihre Möglichkeiten bei Douglas ausloten. Dazu könnte auch gehören, dass die Familie genügend Anteile kauft, um den Konzern von der Börse zu nehmen. Eine Entscheidung dazu ist aber noch nicht gefallen.
Zur Douglas-Holding gehören neben den Parfümerien gleichen Namens auch die Thalia-Buchgeschäfte, der Juwelier Christ, die Confiserie-Kette Hussel sowie die Damenmode-Kette AppelrathCüpper. Zur von Müller geführten Ulmer Müller Ltd. & Co. KG zählen mehr als 600 Drogerie-Geschäfte europaweit. Neben den Konkurrenten Rossmann, dm sowie der insolventen Kette Schlecker gehört das Unternehmen zu den größten der Branche.


Forum
Facebook
Twitter





















