Die Drillisch-Aktie war daraufhin zwischenzeitlich um 60 Prozent abgesackt. Zwei Tage später kündigte Drillisch an, eigene Aktien im Volumen von vier Prozent des Kapitals zurückzukaufen.
Die Staatsanwaltschaft Hanau bestätigte den Eingang der Klage. Die Anzeige sei von dort an die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt weitergeleitet worden, sagte ein Sprecher. In Frankfurt wurde der Eingang zunächst nicht bestätigt.
Die Telekom hält nach Angaben eines Sprechers an ihrem Betrugsvorwurf ungeachtet des Gegenvorwurfs fest. Sie hatte Anfang November mitgeteilt, im August sei festgestellt worden, dass der Vertriebspartner seit Februar 2011 mehrere zehntausend Mobilfunkanschlüsse aktiviert habe, ohne dass tatsächliche Kundenverhältnisse zugrunde lägen. Auf diese Weise habe Drillisch die Telekom um Provisionen betrogen. Die Telekom verlange deshalb Provisionszahlungen in einstelliger Millionenhöhe zurück.
Die Drillisch-Tochter Simply hatte mehrere Tausend SIM-Karten an ein Unternehmen verkauft, das diese Karten ausschließlich für Textnachrichten verwendet. Der Streit dreht sich offenbar darum, ob für jede einzelne SIM-Karte Provisionen anfallen oder lediglich für einen Kunden nur einmal.


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