Dresden (dapd-lsc). Die Messdaten sind für jeweils drei Tage im Internet für jeden Interessierten abrufbar.
Am Flughafen Dresden ist seit Ende Oktober 2008 für sechs Stunden nachts Ruhe eingekehrt. Die Vereinigung gegen Fluglärm hat erfolgreich für ein Nachtflugverbot gestritten. Zwischen 23.30 und 5.30 Uhr dürfen am Flughafen Klotzsche nur noch Ambulanzflugzeuge und Polizeihubschrauber starten und landen. Für etwaige Notlandungen bleibt der Flughafen ebenfalls betriebsbereit. Im Zuge der Verlängerung der einzigen Start- und Landebahn haben die Anwohner das Nachtflugverbot durchsetzen können. Wie Peter Volkmer vom Vorstand der Vereinigung gegen Fluglärm der Nachrichtenagentur dapd sagte, halte sich der Flughafen an die Vorschriften. Der Verein sei auch gar nicht gegen den Flughafen, sondern lediglich gegen nächtlichen Fluglärm und bleibe deshalb wachsam.
Nach Ansicht Volkmers nutzen einige Fluggesellschaften die abendliche 'Reservezeit' zunehmend aus. So dürfen Airlines, deren Maschinen über Nacht in Dresden bleiben, bei Verspätungen noch bis 0.00 Uhr landen. Nach der Beobachtung von Anwohnern kämen aber einige Passagierjets offenbar ganz regulär erst nach 23.30 Uhr in Dresden an, obwohl sie laut Flugplan früher landen müssten. Das treffe auf Urlaubsflieger als auch auf die letzten innerdeutschen Linienmaschinen zu. So erreichte beispielsweise erst Mittwochabend eine relativ laute Boeing 737 aus Frankfurt den Dresdner Flughafen um 23.45 Uhr, 35 Minuten später als geplant. 'Sollten wir den Fluggesellschaften durch unsere Messungen eine Systematik nachweisen, wenden wir uns erneut an den Flughafen', kündigte Volkmer an.
Nach Volkmers Angaben handele sich bei Dresden um den deutschen Flughafen, der am nächsten an einer Stadt liegt. Nach der Wende hätten Anwohner vergeblich gefordert, den Dresdner Flughafen auf den nicht einmal 30 Kilometer entfernten ehemaligen Militärflughafen Großenhain zu verlagern. Das sei jedoch damals an der Politik gescheitert, sagte Volkmer. Inzwischen sei ein Umzug des stadtnahen Dresdner Flughafens unrealistisch, räumt die Vereinigung gegen Fluglärm ein.
Die Nähe zum Stadtzentrum mit guter Anbindung an das Straßen- und Schienennetz ist für den Flughafen längst ein Standortvorteil. Der Flughafen selbst überwacht mit fünf Messstellen den Fluglärm. Über die Gebührenordnung versucht der Airport, die Fluggesellschaften zum Einsatz moderner Maschinen mit leisen Triebwerken zu bewegen. Für laute Maschinen werden höhe Landegebühren kassiert.
(Lärmmessstellen der Vereinigung gegen Fluglärm Dresden: dfdfld.de/Mess.php?R=27 /Lärmmessung des Flughafens Dresden: dresden-airport.de/index/Unternehmen/laerm-und-umweltschutz/laermsch utz/laermmessung.html)
dapd


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