Donnerstag - Bislang tausende Einwendungen gegen Staudinger-Ausbau: Frist für Einwendungen endet noch am Donnerstag Beim Regierungspräsidium (RP) Darmstadt sind bislang rund 5500 Einwendungen gegen die Genehmigung des Kohlekraftwerks Staudinger in Groß-Krotzenburg eingegangen. Wie ein RP-Sprecher auf ddp-Anfrage am Donnerstag sagte, erreichten die Behörde bislang rund 2000 Schreiben, 90 Prozent stammten von Privatleuten.
Vergrößern Donnerstag - Bislang tausende Einwendungen gegen Staudinger-Ausbau | Bild: ©

Bürgerinitiativen hatten dem RP am Morgen zudem Kisten mit weiteren 3500 Schreiben übergeben. Am Donnerstag (3. September) um 24.00 Uhr sollte die Frist für Einwendungen gegen das sogenannte immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren enden.

Der RP-Sprecher erwartet jedoch noch weitere Einwendungen in den kommenden Tagen. Zum einen aus den mehr als 20 Kommunen, in denen die Antragsunterlagen des Kraftwerksbetreibers E.ON für den neuen Block 6 des Kraftwerks auslagen. Dort konnten die Bürger direkt ihre Einwendungen abgeben. Zudem gelte beim Postversand von Einwendungen der Poststempel. «Bis wir die absolute Zahl haben, kann es also noch ein bis zwei Tage dauern», erläuterte der RP-Sprecher. Anschließend würden die vielen Schreiben «relativ flott» gesichtet.

Das RP hatte Mitte Juli formell das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren für die Erweiterung des Kohlekraftwerks eingeleitet. Dabei soll geprüft und bewertet werden, ob mit dem Neubau die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden und ob von dem geplanten, mehr als 1,2 Milliarden Euro teuren 1100-Megawatt-Block keine schädlichen Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Natur zu erwarten sind. Anfang Juni hatte das RP dem Konzern E.ON bereits eine Ausbaugenehmigung unter landesplanerischen Gesichtspunkten erteilt.

Darmstadt/Groß-Krotzenburg (ddp-hes)