DJ KORREKTUR: EZB/Stark: Wir betreiben eine lockere Geldpolitik (Bei der gegen 8.32 Uhr gesendeten und 9.30 Uhr wiederholten Meldung ist der Wochentag im ersten Absatz falsch angegeben. Die Rede wurde am Dienstagabend, nicht am Mittwoch gehalten. Es folgt eine korrigierte Fassung). EZB/Stark: Wir betreiben eine lockere Geldpolitik WIESBADEN (Dow Jones) Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) stellt nach den Worten eines Mitglieds des Direktoriums der Bank kein Hindernis für die wirtschaftliche Erholung im Euroraum dar. "Wir betreiben eine lockere Geldpolitik", sagte EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark am Dienstagabend. "Die Geldpolitik ist unterstützend, aber auch angemessen", sagte Stark und fügte hinzu, dass die EZB zum gegenärtigen Zeitpunkt weder inflationäre noch deflationäre Risiken sehe. In der vergangenen Woche hatte die EZB beschlossen, den Banken mindestens bis zum Jahresende weiterhin in unbegrenztem Umfang Liquidität zur Verfügung zu stellen. Die Fortführung dieser Geldpolitik, die als Notfallmaßnahme in der Finanzkrise eingeführt worden war, hat zum Teil die Sorge hervorgerufen, dass Banken in den schwächeren Volkswirtschaften der Euro-Zone in zu hohem Maße vom leichten Zentralbankgeld abhängig werden könnten. Stark sagte jedoch, dass er keine Anzeichen für einen Vertrauensverlust in den Euro sehe, und verwies auf die niedrige Inflationsrate im Euroraum sowie die Erwartung, dass die Preise in absehbarer Zukunft nur langsam steigen würden. Außerdem betonte das Mitglied des geldpolitischen Rates der EZB, dass Defizitquoten und öffentliche Verschuldung im Euroraum nicht höher, und vielfach sogar niedriger seien als in den USA, Japan und Großbritannien. Stark bekräftigte in diesem Zusammenhang auch die Unterstützung Griechenlands durch andere Euro-Länder und den Internationalen Währungsfonds (IWF), als die Märkte dem Land im Frühjahr die Refinanzierung seiner Schulden verweigerten hätten. Griechenland habe "eine wirtschaftspolitische Kehrtwende" vollbracht, sagte Stark. Das Programm zur Sanierung des Staatshaushalts sei daher "realistisch". -Von Geoffrey T. Smith, Dow Jones Newswires +49 69 29725-520; geoffrey.smith@dowjones.com DJG/DJN/mle/hab/apo/sgs (END) Dow Jones Newswires September 08, 2010 05:29 ET (09:29 GMT) Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.
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