DJ DIHK/Nitschke: Exportabschwächung im Juli war absehbar BERLIN (Dow Jones) Die im Vergleich zu den Vormonaten geringeren Exportzahlen im Juli sind aus Sicht von Axel Nitschke, Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), keine Überraschung. "Dass nach den Aufholprozessen der vergangenen Monate eine gewisse Abschwächung der Exportdynamik eintreten würde, war abzusehen", sagte Nitschke am Mittwoch als Reaktion auf aktuelle, vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Exportdaten. Die deutschen Exporte befinden sich aus Sicht von Nitschke weiter auf gutem Kurs. "Der Trend bei den deutschen Exporten bleibt insgesamt aufwärts gerichtet", sagte Nitschke. Es sei nicht ungewöhnlich, dass nach den zwei sehr guten Vormonaten ein etwas schwächerer Monat folge. Das Exportgeschäft profitiere weiter von der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung weltweit, der Entwicklung in den Schwellenländern und dem vergleichsweise schwächeren Eurokurs, erklärte der DIHK-Außenwirtschaftschef. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden im Juli Waren im Wert von 83,0 Mrd EUR ausgeführt. Der Wert der Einfuhren belief sich auf 69,5 Mrd EUR. Die deutschen Exporte lagen damit um 18,7% über dem Wert des Vorjahresmonats. Im Juni hatte der Anstieg auf Jahressicht 28,4% und im Mai 28,8% betragen. Die Importe legten 24,9% zu, nach einem Plus von 31,4% im Juni. Kalender- und saisonbereinigt sanken die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 1,5% und die Einfuhren um 2,2%. Der Außenhandelsüberschuss lag kalender- und saisonbereinigt bei 12,7 Mrd EUR. Webseiten: www.dihk.de www.destatis.de -Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4122, beate.preuschoff@dowjones.com DJG/bep/apo (END) Dow Jones Newswires September 08, 2010 06:05 ET (10:05 GMT) Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.
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