Stuttgart (ddp). Die Diakonie Katastrophenhilfe warnt vor einer drastischen Verschärfung des Flüchtlingsproblems durch den Klimawandel. Bis 2050 sei mit mehr als 200 Millionen Klimaflüchtlingen zu rechnen, sagte der Klimaexperte des Hilfswerks, Peter Rottach, am Freitag in Stuttgart. Diese Menschen seien dann abhängig von Solidarität und internationaler Nothilfe.
Die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel, beklagte, dass bei gewaltsamen internen Konflikten die Bevölkerung «immer öfter sogar bewusst als Geißel missbraucht« werde. »Nach UN-Angaben waren 2008 insgesamt 42 Millionen Menschen auf der Flucht - die meisten innerhalb des eigenen Landes oder der Region», sagte sie. Täglich kämen neue hinzu.
Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützte im vergangenen Jahr eigenen Angaben zufolge 152 Projekte mit rund 26 Millionen Euro. Das Hilfswerk nahm 9,2 Millionen Euro ein. Das Spendenaufkommen stieg im Vergleich zum Vorjahr um etwa 15 Prozent. Außerdem hat das evangelische Hilfswerk mehr Mittel von der Bundesregierung sowie der EU erhalten. Diese Gelder erhöhten sich von 8,5 Millionen auf 9,3 Millionen Euro.
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