Eine Versteigerung lang- und ultralanglaufender französischer Staatstitel brachte die Gemeinschaftswährung nach den deutlichen Verlusten vom Vortag weiter unter Druck. Nach Einschätzung von Sebastian Sachs, Währungsexperten beim Bankhaus Metzler, war die Auktion zwar keine "Katastrophe". Der leichte Anstieg der Refinanzierungskosten und die im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt verhaltene Nachfrage wurde am Devisenmarkt dennoch kritisch bewertet.
Weitere Belastung für den Euro brachten wieder einmal der angeschlagene europäische Bankensektor. Nachdem die italienische Großbank UniCredit mit ihren Problemen bei einer Kapitalerhöhung am Mittwoch die Initialzündung gegeben hatte, ist der Krisenherd laut Devisen-Analyst Sachs wieder in den Fokus der Investoren gerückt. Dazu kamen zuletzt neue Negativmeldungen über spanische Geldinstitute. Bei dieser für die Euroländer kritischen Nachrichtenlage komme außerdem die relative Dollar-Stärke ungelegen, so Sachs. In den USA hatten positive Arbeitsmarktdaten die Hoffnung auf eine baldige wirtschaftliche Erholung genährt.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82675 (0,83110) britische Pfund , 98,67 (99,43) japanische Yen und 1,2187 (1,2196) Schweizer Franken festgelegt. In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1599.00 (Vortag: 1.613,00) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 39.740,00 Euro (Vortag: 38.870,00 Euro).


Forum
Facebook
Twitter





















