DEVISEN/Euro kann Tageshochs nicht halten: Eine ganze Reihe guter Daten ist für die Erholung verantwortlich
Vergrößern DEVISEN/Euro kann Tageshochs nicht halten | Bild: © ad-hoc-news

DJ DEVISEN/Euro kann Tageshochs nicht halten FRANKFURT (Dow Jones) Nach der starken Erholung am Vormittag ist der Euro wieder etwas von den Tageshochs zurück gefallen. Nach Kursen knapp über 1,28 Dollar liegt die Gemeinschaftswährung nun bei 1,2747 Dollar, damit aber immer noch ein gutes Stück über dem Stand zur gleichen Zeit am Vortag. Eine ganze Reihe guter Daten ist für die Erholung verantwortlich. So sind die chinesischen BIP-Zahlen für das vierte Quartal mit einem Plus von 8,9 Prozent besser als die erwarteten 8,6 Prozent ausgefallen. Marktteilnehmer werten dies als gute Nachricht für die europäische Exportwirtschaft. Überzeugen konnte auch der deutsche ZEW-Index. Die Konjunkturerwartungen wurden statt eines befürchteten Minus von 49,5 Punkten mit minus 21,6 Punkten ausgewiesen - der beste Wert seit Juli 2011. Auch der Index der Lagebeurteilungn verbesserte sich. "Aufgrund der deutlichen Verbesserung werden Hoffnungen gestärkt, dass Deutschland in den kommenden sechs Monaten keine Rezession durchlaufen wird," meinte Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba dazu. Neue US-Wirtschaftsdaten überzeugten ebenfalls. Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe der Fed-Region New York hat sich im Januar weiter aufgehellt. Der Empire State Index verbesserte sich von 8,2 auf 13,5 Punkte. Damit war das Ergebnis besser als erwartet. "Dies unterstützt auch unsere Erwartung, dass die US-Wirtschaft in den kommenden Quartalen mit robusten Raten wächst", interpretiert Volkswirte Thilo Heidrich von der Postbank die Daten. Auch am europäischen Anleihemarkt gibt es derzeit keine Verwerfungen. Auktionen von spanischen und griechischen Kurzläufern sind erfolgreich über die Bühne gegangen. Griechenland hat mehr Volumen an den Investor gebracht als geplant, und Spanien musste eine deutlich niedrigere Rendite als bei der letzten vergleichbaren Auktíon bezahlen. Bereits am Vortag war eine Auktion französischer Kurzläufer gut aufgenommen worden. Die Abstufung des Rettungsfonds EFSF durch Standard & Poor's (S&P) auf "AA+" von "AAA" ist ebenfalls ohne Folgen geblieben. Die Anleihe-Auktion des EFSF verlief glatt. Allerdings bleiben trotz der Erholung die Aussichten für den Euro gedämpft. Der seit Oktober 2011 bestehende Abwärtstrend sei unverändert intakt, geben technische Analysten zu bedenken. Bei einem Unterschreiten der Marke von 1,2625 Dollar zeigten sich die nächsten Unterstützungen bei 1,2584 und 1,2520 Dollar. Erste Widerstände machen die Analysten um 1,2820 und bei 1,2880 Dollar aus. Das Vormittags-Fixing der Feinunze Gold in London lag bei 1.662 Dollar, das Nachmittags-Fixing dann bei 1.656 Dollar. === Europa Europa Europa (17.20) (12.10) (7.50) EUR/USD 1,2747 1,2787 1,2729 USD/JPY 76,79 76,74 76,69 EUR/JPY 97,88 98,10 97,61 EUR/GBP 0,8297 0,8314 0,8282 EUR/CHF 1,2091 1,2097 1,2105 === DJG/mif/raz (END) Dow Jones Newswires January 17, 2012 11:26 ET (16:26 GMT) Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.