Die Wiedereröffnung der Südharzstrecke sei «ein Beispiel für die Chancen der deutschen Einheit, von denen aber viele verpasst wurden», sagte Martin Mützel vom niedersächsischen VCD-Vorstand am Donnerstag in Göttingen.
Die damalige Bundesbahn habe die Strecke Ende der 1980er Jahre loswerden wollen. Wäre die Grenze später geöffnet worden, hätte der westliche Teil der Südharzstrecke gefehlt, sagte Mützel. Der Personenzugverkehr über die frühere Grenze war am 12. November 1989 wieder aufgenommen worden. Das erste Teilstück der Südharzstrecke zwischen Northeim und Herzberg war am 1. Dezember 1868 eröffnet worden, der Abschnitt von Herzberg nach Nordhausen folgte acht Monate später.
Gleichzeitig kritisierte der VCD, dass Mitte der 1990er Jahre die westlich anschließende Sollingbahn von Northeim in Richtung Altenbeken auf ein Gleis reduziert wurde. Damit sei durchgehender Verkehr unattraktiv gemacht worden. Die von der Südharzstrecke abzweigenden Strecken nach Duderstadt und Bad Lauterberg seien ganz aufgegeben worden.
Göttingen (ddp-lth)


























