Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hatte der Stadt Hannover vergangene Woche eine Lockerung der Umweltzone verordnet. Per Erlass sollten damit die von SPD und Grünen in der Landeshauptstadt eingeführten Fahrbeschränkungen für umweltschädliche Autos entschärft und Dieselfahrzeuge mit gelber Plakette in der Umweltzone wieder zugelassen werden. Seit Jahresbeginn ist das Stadtzentrum für diese Wagen tabu.
Laut der Deutschen Umwelthilfe hätten sich nach Bekanntwerden von Sanders Plänen bereits mehrere Bürger mit der Bitte um Hilfe an den Verband gewandt. Die DUH sucht nun nach weiteren Bürgern, die sich kostenfrei an dem Verfahren gegen die Stadt beteiligen wollen.
Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, erinnerte in diesem Zusammenhang am Montag daran, dass bereits im April 2009 das Verwaltungsgericht Hannover die Klagen gegen die Umweltzone Hannover abgewiesen und die Umweltzone als entscheidendes Mittel gegen die verkehrsbedingten Stickstoffdioxidbelastungen in der Stadt bestätigt hat. «Kettensägenminister Sander macht Politik auf Kosten der Gesundheit», kritisierte Resch.
ddp/jsp/lhe

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