Hannover (ddp-nrd). Der Vorsitzende des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zum Atommülllager Asse, Jens Nacke (CDU), will in dem Gremium keine Grundsatzdebatten über die Endlagerproblematik oder den künftigen Umgang mit radioaktiven Altlasten zulassen. Man werde zwar 'nie vollständig ausschließen können, dass bei der Frage der Eignung des Salzstocks Asse zur Lagerung von radioaktiven Stoffen auch Fragen etwa zu Gorleben auftauchen», sagte Nacke am Mittwoch der Nachrichtenagentur ddp in Hannover.

Aber alle Fragen zum künftigen Umgang mit Endlagern oder Atommüll dürften die Abgeordneten nicht stellen. «Das wissen sie auch», sagte Nacke. Gegebenenfalls werde er also eine Antwort «in diese Richtung unterbinden müssen».

Im Untersuchungsausschuss zu den Vorgängen in dem maroden Atommülllager werden am Donnerstag die ersten Zeugen gehört. Geladen sind Verantwortliche des ehemaligen Betreibers Helmholtz-Zentrum München und des Oberbergamts. Die Oppositionsparteien haben bereits angekündigt, im Ausschuss auch den Umgang mit Kernenergie und ihren Altlasten im Allgemeinen thematisieren zu wollen.

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