Auch ein Geschäft in Berlin-Kreuzberg sei durchsucht worden, in dem die Plakate zur Abholung bereit gelegen hätten. Nun müsse geklärt werden, wer die Verantwortlichen seien, sagte Avenarius. Zugleich wies er Vorwürfe zurück, mit der Durchsuchung der «Naziszene» einen Triumph verschafft zu haben. Avenarius sagte: «Auch diese braunen Dumpfbacken haben das Recht zu demonstrieren und können die Demonstrationsfreiheit in Anspruch nehmen.» Aufgrund der strafbaren Aufforderung zu Blockaden hätten die Ermittlungsbehörden tätig werden müssen.

Die stellvertretende Vorsitzende der Linken, Katja Kipping, sagte, der Aufruf zum friedlichen Widerstand werde «von vornherein kriminalisiert und Menschen, die sich gegen die braunen Umtriebe engagieren, eingeschüchtert.» Jährlich marschieren zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 Tausende Rechtsextremisten auf. Gegen diese Aufmärsche protestieren ebenfalls jährlich Tausende Gegendemonstranten.

Das «Bündnis Nazifrei» hat in diesem Jahr massiven Widerstand gegen den rechten Aufmarsch und Massenblockaden angekündigt. Zu den Unterstützern zählen neben dem Antifabündnis «No pasaran» auch Linke, Grüne, Jusos, Gewerkschaften und Musiker wie Bela B. und Konstantin Wecker.

(folgt Zusammenfassung bis 18.00 Uhr)

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