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Devisen: US-Notenbankchef lässt Euro steigen
vor 2 Stunden veröffentlichtFRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Mittwoch deutlich zulegen können. Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur Geldpolitik brachten den US-Dollar unter Druck. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Morgen noch knapp unter 1,29 US-Dollar gestanden hatte, stieg sie am Nachmittag bis auf fast 1,30 Dollar. Das Tageshoch wurde bei 1,2998 Dollar markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2923 (Dienstag: 1,2866) Dollar festgesetzt.
Im Fokus des Devisenmarkts stand eine Anhörung des obersten US-Notenbankers Bernanke vor dem US-Kongress. Anleger erhofften sich Signale über die Geldpolitik in der weltgrößten Volkswirtschaft, zuletzt hatten Spekulationen über ein vorzeitiges Ende des ultralockeren Kurses zugenommen. Nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat Bernanke jedoch keine Hinweise auf einen Ausstieg geliefert. Laut Bernanke berge ein voreiliges Zurückfahren der Anleihekäufe das Risiko, die wirtschaftliche Erholung abzuwürgen, hieß es in einer Analyse von Experte Ralf Umlauf.
"Aus unserer Sicht bleibt das Szenario einer allmählichen Rückführung im Verlauf des zweiten Halbjahres dennoch intakt, denn eine mittelfristig anhaltende Verbesserung der Arbeitsmarktsituation ist wahrscheinlich", so Umlauf weiter. Die US-Notenbank Fed versucht, mit milliardenschweren Anleihekäufen das Wachstum anzuschieben. Unter den Währungshütern sind diese Maßnahmen jedoch umstritten. Mit Spannung erwarten Anleger deshalb die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung von Anfang Mai. Nach dem Auftritt Bernankes könnten die sogenannten "Minutes" weiteren Aufschluss über die Pläne der Währungshüter liefern.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85570 (0,84910) britische Pfund








