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Regionale Abo-Zeitungen halten Leser - auch Zeitschriftenleser treu

vor 12 Minuten veröffentlicht

FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz der starken Konkurrenz durch das Internet können viele deutsche Zeitungen ihre Leser mit lokalen und regionalen Inhalten weitgehend halten. Mehr als 36 Millionen Menschen

- das ist etwa jeder zweite Bürger ab 14 Jahren (51,5 Prozent) -

greifen derzeit nach einer regionalen Abo-Zeitung, wie aus der am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Media-Analyse Tageszeitungen hervorgeht. Dies entspricht nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) einem Rückgang um 0,5 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich.

"Lokale und regionale Nachrichten sind dort unique zu finden, während Boulevard und Überregionales auch online zu bekommen sind", sagte der agma-Vorstand Tageszeitungen, Gerhard Müller. Insgesamt geht die Zahl der Zeitungsleser in Deutschland aber weiter zurück. "Die leicht sinkenden Reichweiten der Tageszeitungen sind angesichts der rasanten Veränderungen der Medienlandschaft und der Mediennutzung wenig überraschend", sagte Müller. Immer mehr Menschen informierten sich zum Beispiel über Internetangebote. Tageszeitungen und auch Zeitschriften würden zudem sehr oft digital genutzt.

Den Widerspruch zwischen langsam sinkenden Reichweiten und stärker zurückgehenden Auflagen erklärt Müller durch die Lesegewohnheiten: "Wir vermuten, dass sich mehr Menschen als früher eine Zeitung teilen, dass es mehr Lesezirkel gibt oder man auch 'mal die Zeitung im Büro liest." Besonders deutlich werde der Kontrast zwischen Auflage und Reichweite bei der "Bild"-Zeitung.

Laut agma werfen noch rund 44,6 Millionen Menschen (63,2 Prozent) täglich einen Blick in die Zeitung. Allerdings hatten in einer Befragung im Juli 2013 noch 45,5 Millionen (64,7 Prozent) der deutschsprachigen Bevölkerung angegeben, täglich eine gedruckte Zeitung zu lesen. Insgesamt wurden rund 136 400 Menschen ab 14 Jahren nach ihrer Print-Lektüre befragt, darunter auch deutschsprachige Ausländer.

Einer der Gewinner der Media-Analyse ist der "General-Anzeiger" aus Bonn, der bei der Leserschaft von 170 000 auf 230 000 zulegt. Auch die "Heilbronner Stimme", die "Märkische Oderzeitung" und die "Dresdner Neuesten Nachrichten" gewinnen laut agma Leser, während von den bekannten überregionalen Zeitungen nur das "Handelsblatt" zulegen kann. Die "Bild" rutscht von 12,15 Mio. Lesern auf 11,32 Mio. Leser, die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" verliert 120 00 auf 760 000 Leser und die "Süddeutsche Zeitung" hat in der agma-Befragung noch eine Reichweite von 1,29 Millionen Lesern - nach 1,43 Mio. im Vorjahr. Für die "tageszeitung" ging es sogar um 20 Prozent oder 60 000 Leser nach unten auf 240 000 Leser.

Während dort die Zahlen bei vielen Tages- und Kaufzeitungen weiter sinken, bleiben Zeitschriftenleser ihrem Medium laut agma weiterhin treu. Demnach erreichen die 160 ebenfalls untersuchten Zeitschriften rund 64,4 Millionen Menschen - das sind 91,3 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung, wie agma weiter mitteilte (Januar 2014: 91,5 Prozent). Für die Zeitschriften-Analyse wurden mehr als 38 000 Menschen im Alter ab 14 Jahren befragt.

Einsam an der Spitze bei der Reichweite liegt weiter die Clubzeitschrift "ADAC Motorwelt". Das Mitgliedermagazin hat trotz der jüngsten Skandale im Automobilclub zugelegt und kommt nun laut agma auf 16,06 Millionen Leser (Januar 2014: 15,74 Mio). Unter den großen aktuellen Zeitschriften verlor der "Stern" leicht. Bei 6,99 Millionen Lesern Reichweite büßte das Magazin im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung 80 000 ein. "Der Spiegel" legte zu von 5,87 Mio. Lesern auf 6,07 Millionen Leser, "Focus" hat noch 4,54 Millionen Leser, ein Anstieg um 160 000 Leser. Von den 160 ausgewiesenen Titeln konnten 59 nach agma-Angaben ihre Leserzahl halten oder ausbauen.

Auch die Wochenzeitungen wurden untersucht: Hier kommt "Die Zeit" auf 1,62 Millionen Leser - ein Rückgang von 20 000 Lesern. Die "Welt am Sonntag" verliert 40 000 Leser und rutscht unter die Millionenmarke auf 990 000. Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" verliert rund 20 000 und liegt nun bei 780 000 Lesern.