Limburg/Lahn (ddp-hes). Der Veranstalter der Whisky-Messe «The Whisky Fair», Carsten Ehrlich, empfiehlt edle Tropfen als krisensichere Geldanlage für Genießer. «Die Wertsteigerung bei einigen Whisky-Sorten ist enorm», sagte Ehrlich im ddp-Interview vor Beginn der Messe am Wochenende (25. und 26. April) in Limburg an der Lahn. Als Beispiel nannte er Black Bowmore von 1964. Der schottische Malt Whisky sei 1994 zum Preis von umgerechnet 180 Euro pro Flasche auf den Markt gekommen. «Heute bekommt man eigentlich keine Flasche mehr unter 2500 Euro», erläuterte der Whisky-Händler.

Der 34-Jährige hat sich mit seinem Geschäft auf den Handel von raren schottischen Whiskys spezialisiert. «Wir haben mehrere Kunden, die zehntausende Euro in Whisky angelegt haben», berichtete er. Der Vorteil der Spirituosen gegenüber Aktien sei, dass die Menge der verfügbaren Ware sich verringere. Mit jeder ausgetrunkenen Flasche steige der Wert der verbliebenen. «Von jenem Black Bowmore gab es nur rund 2000 Flaschen, da sind nicht mehr so viele übrig.» Besonders rare Sorten habe es von Anfang an nur in einer Auflage von 250 bis 300 Flaschen gegeben. Mehr gebe ein Fass nicht her.

Ihm seien Whisky-Sammler bekannt, in deren Regalen Tausende Sorten stünden, sagte Ehrlich. Der größte Sammler in Deutschland nenne rund 8000 Flaschen sein Eigen, «und keine davon kostet unter 150 Euro».

Zu der Messe in Limburg kommen laut Ehrlich vor allem Raritätenhändler und -sammler aus Europa. Mit rund 90 Ausstellern und mehr als 6000 Besuchern sei die Messe eine der größten ihrer Art auf dem Kontinent.

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