Düsseldorf (ddp-nrw). Nach den Pannen im Vorjahr soll das nach Ostern beginnende Zentralabitur 2009 möglich problemfrei ablaufen. «Wir sind auf das Zentralabitur gut vorbereitet. Aus den Fehlern im vergangenen Jahr haben wir Konsequenzen gezogen», sagte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) in Düsseldorf der Nachrichtenagentur ddp.
«Um Fehler möglichst auszuschließen, haben wir als zusätzliche Kontrollinstanz einen Sachverständigenrat eingerichtet», fügte sie hinzu. Dieses bundesweit einzigartige Gremium solle dafür Sorge tragen, dass Prüfungsaufgaben noch sorgfältiger ausgewählt werden.
Die Expertenkommission wurde mit der Erstellung und Überwachung der Abituraufgaben betraut. «Von diesem 'Abi-TÜV' versprechen wir uns eine noch bessere und engmaschige Kontrolle der Aufgaben, damit Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte unbesorgt ins Abitur gehen können», betonte die Schulministerin.
Am Dienstag nach den Osterferien (21. April) beginnt das Zentralabitur in Nordrhein-Westfalen. Das erste Prüfungsfach ist Deutsch, die letzten schriftlichen Klausuren werden am 8. Mai im Fach Chemie geschrieben. Es folgen die Nachschreibtermine und mündlichen Prüfungen. Spätestens am Mittwoch, 24. Juni, sind die letzten mündlichen Prüfungen abgeschlossen. Ihre Zeugnisse bekommen die frischgebackenen Abiturienten bis zum Samstag, 27. Juni.
Das Gremium und seine Unter-Fachkommissionen für die 16 Haupt-Abiturfächer überwacht die Reifeprüfung. Jede Fachkommission besteht auf zwei Wissenschaftlern und drei Lehrkräften. Sie begutachten die wie bisher von Aufgabenkommissionen aus Lehrkräften erstellten Aufgaben. Wenn Mängel oder mögliche Probleme erkannt werden, kann die Fachkommission eine Überarbeitung veranlassen. Der Fachkommission obliegt auch die Endkontrolle und Freigabe der Prüfungsaufgaben in Abstimmung mit der Unabhängigen Kommission.
Beim Zentralabitur 2008 hatte es mehrere Pannen gegeben. Nach Meinung zahlreicher Lehrer und Experten waren etwa im Fach Mathematik Geometrie- und Algebraaufgaben für die Schüler nicht lösbar. Die Mathematik-Abschlussklausur durfte deshalb neu geschrieben werden. Auch in Fächern wie Biologie und Erdkunde berichteten Schüler und Lehrkräfte von in den Zeitvorgaben nicht lösbaren oder fehlerhaften Aufgaben.
ddp/mte/muc

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