Berlin (ddp). Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, rät «dringend zur Zurückhaltung» in der Debatte über die Gefahr sozialer Unruhen wegen der Wirtschaftskrise. Freiberg sagte der Nachrichtenagentur ddp, schon jetzt griffen gewaltbereite Gruppen die Sorgen der Menschen auf, «um ihre Zerstörungswut und ihre Angriffe auf Polizisten zu rechtfertigen». Dies werde man auch «um den 1. Mai herum erleben».

Freiberg fügte hinzu, dabei stünden nicht ernsthafte politische Zielsetzungen im Vordergrund, sondern «Krawall». Unter den Gewalttätern seien «viele, die nie Steuern gezahlt haben und wohl auch nie zahlen werden, sondern immer von anderen gelebt haben».

Der GdP-Vorsitzende betonte: «In vielen Städten, vor allem in Berlin, beobachten wir seit Wochen und Monaten eine Zunahme der Gewalt und Zerstörungswut. In Berlin brannten bisher 90 Fahrzeuge, es gab Angriffe auf Polizei- und Amtsgebäude und Übergriffe auf einzelne Beamte.»

Freiberg kritisierte, Aufrufe im Internet würden «immer brutaler und menschenverachtender». Auch kursiere ein Plakat mit einem brennenden Polizisten. Der GdP-Chef fügte mit Blick auf mögliche erneute Ausschreitungen am 1. Mai hinzu: «Daher rechnen wir mit allem, sowohl von links wie von rechts.»

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