Ostertimke (ddp-nrd). Die Geschichte des Wohnwagens begann in Großbritannien. Dort gab es bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts den sogenannten Chambre du voyage. Dieser Reisewagen wurde zunächst noch von Pferden gezogen. In Deutschland wurde der erste Wohnwagen 1931 von dem Allgäuer Peitschen- und Skistockvertreter Arist Dethleffs erfunden. Er hatte damit seiner Verlobten eine Freude machen wollen. Doch als die beiden nach ihrer Hochzeit mit der Erfindung auf Reisen gingen, bekam der Frischvermählte so viele Bestellungen, dass er den Wohnwagen serienmäßig baute und das bis heute bestehende Unternehmen Dethleffs gründete.
Den ersten großen Boom im Caravaning gab es in Deutschland in den 60er Jahren. Bis in die 70er Jahre steigerte die Caravanindustrie ihre Produktion und erreichte 1977 die Höchstmarke von 89 022 Wohnwagen. Konkurrenz bekam der Wohnwagen in den 70er Jahren vom Reisemobil. Während die Wohnwagen zunehmend zu mobilen Ferienhäusern auf Campingplätzen wurden, kam durch das Wohnmobil erneut der Gedanke des Herumreisens auf. 1969 waren 4839 Reisemobile in Deutschland zugelassen, 15 Jahre später waren es bereits 127 966 Fahrzeuge. Der Durchschnittspreis für einen modernen Wohnwagen liegt bei 14 650 Euro.
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