Erfurt (ddp).

1. Januar 2009: Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) kollidiert bei einer Ski-Abfahrt in Österreich mit einer 41-jährigen Frau, die an ihren Verletzungen stirbt. Althaus selbst erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma mit einer Hirnblutung. Er kommt ins Krankenhaus von Schwarzach im Pongau, wo er in ein künstliches Koma versetzt wird. Seine Stellvertreterin, Finanzministerin Birgit Diezel (CDU) übernimmt die Amtsgeschäfte.

9. Januar: Althaus wird ins Universitätsklinikum nach Jena gebracht.

16. Januar: Der CDU-Politiker beginnt auf Anraten der Ärzte eine Reha in einer Klinik in Allensbach am Bodensee.

10. Februar: Althaus kommt zur Beerdigung seines überraschend gestorbenen Vaters nach Heiligenstadt.

3. März: Das Bezirksgericht im österreichischen Irdning spricht Althaus der fahrlässigen Tötung schuldig. Er wird in einer nur eine knappe Stunde dauernden Verhandlung zu 33 300 Euro Geldstrafe und 5000 Euro Schmerzensgeld verurteilt.

14. März: Eine Landesvertreterversammlung nominiert Althaus mit rund 95 Prozent zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl.

18. März: Althaus kehrt nach Heiligenstadt zurück. Er zeigt sich vor der Klinik und vor seinem Haus erstmals der Öffentlichkeit. Zuvor hatte er lediglich ein Zeitungsinterview gegeben. Althaus beginnt eine ambulante Reha.

20. April: Althaus übernimmt wieder seine Amtsgeschäfte.

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