Frankfurt 10.02.2012 (www.emfis.de) Trotz Fortschritten steht eine endgültige Einigung in der Griechenland-Frage immer noch aus. Und obwohl die Grundstimmung am Markt in dieser Frage nach wie vor positiv ist, warfen daraufhin heute die ersten Börsianer entnervt das Handtuch.
Zwar hat sich die griechische Regierung auf eine Annahme der Sparvorgaben der Troika festgelegt; das Paket muss aber noch vom griechischen Parlament abgesegnet werden. Daneben haben Vertreter der EU zuletzt erklärt, dass auch die Auflagen an das neue Rettungspaket noch nicht alle erfüllt seien. Da der Aktienmarkt in den vergangenen Wochen allerdings bereits in Erwartung einer Beilegung gut zugelegt hatte, wurden die gestern erzielten Fortschritte heute an der Börse nicht mehr gewürdigt.
Der DAX befand sich rund anderthalb Stunden nach Handelsbeginn heute 0,58 Prozent im Minus bei 6750 Punkten, und hat sich damit von seinen Tagestiefständen wieder etwas erholt. Der MDAX gab zuletzt 0,34 Prozent auf 10.322 Zähler ab; der TecDAX verbesserte sich dagegen um 0,13 Prozent auf 774 Stellen.
Daimler und Infineon steigen gegen den Trend
Im DAX kamen heute angesichts der Griechenland-Misere vor allem die Finanztitel unter die Räder. Die Aktie der Commerzbank rutschte um 3,1 Prozent auf 2,10 Euro ab, Deutsche Bank verloren 1,5 Prozent auf 34,34 Euro. Daneben wurden auch die Papiere von Zyklikern wie ThyssenKrupp (minus 1,9 Prozent auf 22,44 Euro) und Lufthansa (minus 1,8 Prozent auf 10,85 Euro) gemieden.
Dagegen arbeitete sich die Aktie von Daimler nach dem gestrigen überzeugenden Zahlenwerk heute um weitere 1,5 Prozent auf 47,39 Euro nach oben. Infineon wiederum profitierten von einem positiven Kommentar von Goldman Sachs, und verteuerten sich um 1,9 Prozent auf 7,60 Euro.
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