'Das Thema Homosexualität ist ja schon gesetzt.': Kritische Katholiken haben hohe Erwartungen an den Papst-Besuch am 22. September in Berlin. 'Als Katholikin hoffe ich, dass der Papst den Besuch nutzt, um in Richtung der eigenen Kirche ein paar offene Fragen anzusprechen, die in Berlin auf der Straße liegen', sagte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende der St. Marien-Liebfrauen/St. Michael-Gemeinde in Berlin-Kreuzberg, Bettina Jarrasch.
Vergrößern 'Das Thema Homosexualität ist ja schon gesetzt.' | Bild: © dapd

Berlin (dapd-bln). Kritische Katholiken haben hohe Erwartungen an den Papst-Besuch am 22. September in Berlin. 'Als Katholikin hoffe ich, dass der Papst den Besuch nutzt, um in Richtung der eigenen Kirche ein paar offene Fragen anzusprechen, die in Berlin auf der Straße liegen', sagte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende der St. Marien-Liebfrauen/St. Michael-Gemeinde in Berlin-Kreuzberg, Bettina Jarrasch, der 'Berliner Zeitung'. Jarrasch ist auch Landesvorsitzende der Berliner Grünen.

Der Papst werde sich ins Goldene Buch der Stadt eintragen, das ihm 'ein schwuler katholischer Bürgermeister' überreiche, sagte Jarrasch mit Blick auf Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). 'Damit ist das Thema Homosexualität ja schon gesetzt.'

Auch ein Besuch im Canisius-Kolleg, von dem aus die Debatte über sexuellen Missbrauch durch Geistliche angestoßen worden sei, wäre nach Darstellung Jarraschs eine Chance zu zeigen, dass sich die Kirche offensiv mit dem Thema auseinandersetze.

dapd