Politik
Dankbarkeit - Ökumenischer Gottesdienst eröffnet Feierlichkeiten zum Mauerfall
09.11.09 | 10:17 Uhr«Noch immer bewegen uns die Dankbarkeit und das freudige Staunen über dieses Ereignis» Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Gethsemanekirche haben 20 Jahre nach dem Mauerfall die offiziellen Feierlichkeiten in Berlin begonnen. «Noch immer bewegen uns dabei die Dankbarkeit und das freudige Staunen über dieses Ereignis», unterstrich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch am Montag in seiner Predigt.
Er rief dazu auf, «gemeinsam in Ost und West, in Geduld und Ausdauer weiter Brücken zueinander zu bauen.» Zollitsch erinnerte daran, dass Freiheit ein Geschenk Gottes sei und mahnte «zur fortdauernden Solidarität mit den Menschen und Völkern, die in Unfreiheit leben müssen».
Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Wolfgang Huber, erinnerte an die Unterdrückung der Bürgerrechtler in der DDR. «Wachsam sind wir auch, wenn dem Unrecht des SED-Staats der Mantel der Verharmlosung umgehängt wird», sagte Huber und appellierte daran, «dass Freiheit nicht zur bloßen Floskel verkommt, sondern in wechselseitiger Verantwortung gelebt wird».
An dem Gottesdienst nahmen auch Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), Vertreter des Bundeskabinetts, darunter Bundesbildungsministern Annette Schavan (CDU) und Arbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) sowie Vertreter der Opposition teil.
Am Nachmittag wird Merkel gemeinsam mit Zeitzeugen und Bürgerrechtlern noch einmal die Bornholmer Straße entlanggehen. Der Grenzübergang Bornholmer Straße war der erste, der vor 20 Jahren geöffnet wurde. Mit dabei sind auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der ehemalige sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow sowie der damalige Vorsitzende der Gewerkschaft Solidarnosc und spätere Staatspräsident Polens, Lech Walesa. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist am Abend das «Fest der Freiheit» am Brandenburger Tor.
Berlin (ddp)
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«Noch immer bewegen uns die Dankbarkeit und das freudige Staunen über dieses Ereignis» Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Gethsemanekirche haben 20 Jahre nach dem Mauerfall die offiziellen Feierlichkeiten in Berlin begonnen. «Noch immer bewegen uns dabei die Dankbarkeit und das freudige Staunen über dieses Ereignis», unterstrich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch am Montag in seiner Predigt.
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