CSD prangert Homophobie im Sport an: Mehrere zehntausend Menschen haben am Samstag in Berlin mit einem schrill-bunten Umzug den Christopher Street Day gefeiert. Einen Tag vor Beginn der Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Deutschland setzten Schwule, Lesben und Transsexuelle nach Angaben der Veranstalter ein Zeichen gegen Homosexuellenfeindlichkeit im Sport.
Vergrößern CSD prangert Homophobie im Sport an | Bild: © dapd

Berlin (dapd-bln). Homophobie sei nach wie vor ein Thema in großen gesellschaftlichen Bereichen, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Dagegen müsse angegangen werden.

54 Wagen zogen durch die Straßen Berlins. In schrägen Kostümen und farbenfrohen Verkleidungen tanzten die Teilnehmer zu Schlagern und Techno-Beats. Auf Plakaten und Transparenten demonstrierten sie für mehr Toleranz gegenüber homosexuellen und transsexuellen Lebensweisen. Unter dem Motto 'Fairplay für Vielfalt' forderten die Veranstalter in diesem Jahr neben der Akzeptanz von sexueller Vielfalt im Sport zudem eine rechtliche Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe.

Wowereit und der Präsident des 1. FC Union Berlin, Dirk Zingler, eröffneten die 33. Straßenparade auf dem Kurfürstendamm. Erwartet wurden mehr als eine halbe Million Zuschauer. Die Demonstration sollte am Abend mit einer Kundgebung am Brandenburger Tor enden. Tausende Zuschauer säumten den Zug am Straßenrand.

Mit dem CSD wird an das erste bekannt gewordene Aufbegehren von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street in Greenwich Village am 27. Juni 1969 erinnert. Die erste Parade in Berlin fand am 30. Juni 1979 statt.

dapd