Damit geht der Deutsche-Bank-Konkurrent den gleichen Weg wie in der Finanzkrise 2008. Damals hatten die Schweizer Boni in Form von damals als wertlos geltenden Wertpapieren ausbezahlt und damit einen Teil der Risiken aus der Bilanz gebracht. Da sich diese Papiere in der Folge deutlich erholten, war es letztendlich auch für die Angestellten ein großer Gewinn. Nach Bloomberg-Informationen stieg der Wert dieser Papiere die Papiere von 2009 bis Ende November 2011 im Durchschnitt um 75 Prozent.
Mit dem jetzigen Schritt will die Credit Suisse rund 18 Prozent der Kreditrisiken aus dem Derivate-Portfolio an die Mitarbeiter auslagern. Dougan verwies darauf, dass 94 Prozent der über die Anleihe gebündelten Produkte derzeit bei den Ratingagenturen nicht als Spekulationsobjekte eingestuft werden, sondern den sogenannten "Investment Grade" haben. Die Anleihen, die an die Mitarbeiter gehen wollen, werden mit 5 bis 6,5 Prozent verzinst und damit deutlich höher als zum Beispiel US-Staatsanleihen.
"Es ist eine Risikoanlage. Wir gehen aber davon aus, dass die Papiere voll bedient werden und auch Zinsen gezahlt werden können", schreibt Dougan in der Mitteilung. Die Credit Suisse sichere zudem die ersten 500 Millionen Dollar Verlust des Portfolios ab. Über die absolute Höhe der an die Mitarbeiter verlagerten Risiken stand darin ebenso wenig wie über die Aufteilung der für 2011 gezahlten Boni in Aktien und Baranteil.


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