Catenhusen fordert mehr Geld für Nanotechnologie-Forschung: Um mögliche Gefahren der Nanotechnologie zu erforschen, verlangen Experten größere Anstrengungen. Dies ist das Fazit eines dreitägigen Kongresses internationaler Spezialisten in Würzburg. 'Wir brauchen eine Verdoppelung der Mittel', sagte der bisherige Vorsitzende einer Fachkommission der Bundesregierung, Wolf-Michael Catenhusen, am Samstag.
Vergrößern Catenhusen fordert mehr Geld für Nanotechnologie-Forschung | Bild: © dapd

Würzburg (dapd-bay).

2009 sind laut Catenhusen 14 Millionen Euro in die Risikoforschung rund um die Nanoteilchen investiert worden. Die Teilchen sind so klein, dass sie in den Körper eindringen und sich dort auch in den Zellen anlagern können. Dagegen seien 380 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Produkte etwa im Bereich Kleidung, Kosmetik und Medizin geflossen.

Das Thema Nano sei eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft, wobei Deutschland sich international durchaus sehen lassen könne, sagte Catenhusen, der auch Mitglied des Ethikrates ist. Es gebe aber viele neue Fragen zu klären. Es gelte früh zu differenzieren zwischen nicht und wenig problematischen Bereichen wie etwa Batterien für Elektrofahrzeuge und eventuell gefährlichen. Dazu zählte er Stäube, Abriebe und Fasern.

Konkret laufe derzeit etwa eine Untersuchung, inwieweit Nanosilber in Socken oder Freizeitkleidung gesundheitliche Probleme verursachen könnte. 'Man muss die Diskussion konzentrieren auf die sensiblen Bereiche', forderte der ehemalige Forschungstaatssekretär.

dapd