Straßburg (ddp-bwb). Eine Woche vor Beginn des NATO-Gipfels beklagen die Organisatoren des Protestcamps in Straßburg eine «Kriminalisierung» durch die französischen Behörden. Beim Aufbau des Camps in Straßburg-Ganzau am Freitagmorgen habe die französische Polizei die Ausweise aller Personen auf dem Gelände kontrolliert, kritisierte das regionale Aktionsbündnis «resistance des deux rives» (Widerstand der zwei Ufer). «Mit dieser Maßnahme wird die ausgehandelte Anonymität der Beteiligten ad absurdum geführt», betonte das Aktionsbündnis. Die NATO-Gegner würden «kriminalisiert, bevor die Proteste überhaupt begonnen haben».
Das «Widerstandscamp» in Straßburg soll bis zu 5000 NATO-Gegnern als Unterkunft dienen. Neben den Zelten der Demonstranten entstehen Küchen, ein alternatives Medienzentrum, ein Infopunkt, ein Treffpunkt für Anwälte und «Rechtshilfeaktivisten», ein Sanitätsbereich sowie Zelte für Workshops.
Zum NATO-Gipfel am 3. und 4. April in Straßburg, Baden-Baden und Kehl werden insgesamt 30 Staats- und Regierungschefs erwartet.
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