Frankfurt/Main (ddp). Der frühere Bundeswehr-Admiral Ulrich Weisser fordert einen Abzug der NATO-Truppen und damit auch der Bundeswehr aus Afghanistan bis spätestens 2011. Schon jetzt gebe es eine «erkennbare Absetzbewegung der wichtigsten Bündnispartner», schreibt der ehemalige Leiter des Planungsstabes der Bundeswehr in einem Gastbeitrag für die «Frankfurter Rundschau» (Montagausgabe). Daher sei es an der zeigt, dass auch Deutschland eine Exit-Strategie erarbeite.

Weisser wies darauf hin, dass 2011 die NATO bereits zehn Jahre in Afghanistan stehen werde. Vor diesem Hintergrund hätten die Kanadier bereits entscheiden, zu diesem Zweitpunkt ihre Soldaten abzuziehen. Bereits im Sommer kommenden Jahres wollten die Niederländer ihren Einsatz am Hindukusch beenden. Auch die Deutschen, die mehrheitlich gegen den Afghanistan-Einsatz sind, könnten einen solchen Ansatz erwarten «und nicht die Aussicht, noch weitere zehn Jahre einen Krieg zu führen, der in einem Land, das von Drogenkartellen beherrscht und von Korruption zerfressen wird, nicht zu gewinnen ist».

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