Bund macht Werften Hoffnung auf Aufträge: Berlin (dpa) - Die unter der Wirtschaftskrise leidende deutsche Schiffsbranche kann nach Angaben der Bundesregierung sehr bald mit mehr Schiffsaufträgen rechnen.
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Das teilte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hans-Joachim Otto (FDP) am Freitag nach der maritimen Konferenz am Vortag mit Vertretern von Reedereien, Werften und Schiffsbanken in Berlin mit.

Man habe sich auf eine Liste von 13 Maßnahmen verständigt, sagte Otto. Bund und Länder prüfen danach Möglichkeiten, staatliche Schiffbau-Aufträge vorzuziehen. Zudem komme auch die Lieferung deutscher Schiffe im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit in Betracht. Staatliche Finanzierungsprogramme seien nicht vorgesehen. Als Investoren träten jetzt verstärkt Banken wie die Commerzbank und die HSH Nordbank auf.

In zwei bis drei Jahren sei mit einem überproportionalen Umsatzzuwachs für die gesamte maritime Branche zu rechnen, wenn der Welthandel wieder zunehme. Werften-Vertreter hätten davon gesprochen, dass sich wieder einige Aufträge abzeichneten. Bei den Nordic-Werften in Mecklenburg-Vorpommern sei mit einem Abschluss «in den nächsten Tagen» zu rechnen.