Wolfenbüttel (ddp-nrd). Nach den Gift-Funden im niedersächsischen Atommülllager Asse haben Bürgerinitiativen ihre Warnung vor einer möglichen Flutung des Bergwerks bekräftigt. Das vom früheren Betreiber Helmholtz Zentrum favorisierte Flutungskonzept zur Schließung des Lagers sei nun «noch unhaltbarer» geworden, betonte der Asse-II-Koordinationskreis am Samstag.
Das Helmholtz Zentrum hatte beantragt, die gesamte Schachtanlage mit einer salzhaltigen Lösung zu fluten. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), das die Asse seit Jahresbeginn betreibt, prüft derzeit verschiedene Varianten für eine Schließung und hat dabei auch eine Flutung nicht ausgeschlossen. In den vergangenen Tagen war bekanntgeworden, dass in dem Bergwerk auch Pflanzenschutzmittel, Arsen, Quecksilber sowie Tierkadaver entsorgt wurden.
Der Asse-II-Koordinationskreis unterstütze auch die Forderung nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss im niedersächsischen Landtag, sagte ein Sprecher. Bei der Aufklärung über das Inventar der Asse sei das Wissen der ehemaligen Führungsriege vonnöten. Für einen Untersuchungsausschuss haben sich auch Grüne, Linke sowie Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ausgesprochen. Die SPD in Niedersachsen sowie CDU und FDP sind bislang gegen die Einsetzung eines solchen Gremiums.
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