Marl (ddp.djn). Mit Informationskampagnen will eine «Bürgerinitiative für Lebensqualität und Umweltschutz» im nordrhein-westfälischen Marl den Bau eines geplanten Kohlekraftwerks des Industriekonzerns Evonik verhindern. Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Donnerstag mitteilte, wenden sich über 100 Organisationen gegen den Neubau. Am 23. Juli soll es vor Ort eine Podiumsdiskussion geben, um die Bürger über das Kraftwerk aufzuklären.
Im Umkreis von Marl gebe es bereits acht Steinkohlekraftwerke und drei inzwischen genehmigte neue Kraftwerkblöcke. Diese Luftverschmutzung sei für Mensch und Umwelt unzumutbar, hieß es.
Die Infracor GmbH, eine Tochter der Evonik Degussa GmbH, will in Marl einen 750 bis 900 Megawatt-Block mit einer Wärmeleistung von 2100 Megawatt errichten. Das Kraftwerk soll per Schiff und Bahn von der Marler Zeche Auguste Victoria mit Kohle beliefert werden.
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