Berlin weist demnach das größte Armutsrisiko auf. Dort erhalten 20 Prozent der Einwohner staatliche Transferleistungen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Die bundesweit geringste Quote weisen Bayern und Baden-Württemberg mit je fünf Prozent auf.

Insgesamt zeigt sich sowohl im Westen als auch im Osten Deutschlands ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Eine Ursache für den großen Unterschied zwischen West- und Ost­deutschland ist nach Ansicht der Stiftung im hohen Anteil junger Alleinerziehender im Osten zu sehen, da diese tendenziell eher von Armut bedroht sind als Paare.

Für ihre Stu­die «Die Bundesländer im Standortwettbewerb 2010» nahm die Stiftung neben der «Sicherheit» auch die Bereiche «Einkommen» und «Beschäftigung» unter die Lupe. Analysiert wurde der Zeitraum 2006 bis 2008.

Auch im Bereich «Einkommen» belegte Nordrhein-Westfalen demnach nur einen mittleren Platz und ist näher an das Schlussfeld gerückt. Dies sei vor allem auf die fehlende wirtschaftliche Dynamik zurückzuführen, heißt es in dem Bericht. So wachse die Wirtschaft und das Bruttoinlandsprodukt derzeit unter dem Bundesdurchschnitt. Zudem seien in NRW die im Vergleich zu anderen westdeutschen Ländern geringsten Bemühungen zur Absenkung der Arbeitslosenquote festzustellen. Dabei liege die Quote mit 11,9 Prozent im Vergleich zu westdeutschen Flächenländern am höchsten, hieß es.

Auch bei der Kategorie «Beschäftigung» liegt NRW an der Grenze zum Mittelfeld.

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