Dabei schloss Weisweiler die Schließung von Krankenhäusern nicht grundsätzlich aus. Außerdem sollten in den kommenden Jahren größere Verbundkliniken im Saarland entstehen.
Mit diesen Äußerungen habe der Gesundheitsminister für Verunsicherung bei Mitarbeitern und Patienten gesorgt, sagte Hoffmann-Bethscheider. «Bevor über Schließungen diskutiert wird, müssen alle möglichen Maßnahmen zum Erhalt der kleineren Standorte ergriffen werden», betonte sie. Bei einer Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft dürften betriebswirtschaftliche Kennzahlen «nicht an erster Stelle stehen».
Die Linke-Abgeordnete Astrid Schramm warf der Landesregierung «Verunsicherungs-Taktik» vor. Zwar liege die Zahl der Krankenhausbetten über dem Bundesdurchschnitt, gleichzeitig belege das Saarland aber auch bei den Krebserkrankungen Spitzenplätze. Die Bettenanzahl alleine sage «gar nichts aus», sondern müsse «im Kontext gesehen» werden.
Die grüne Landtagsfraktion forderte einen Ausbau der Vorsorge, um Krankenhausaufenthalte zu vermeiden oder die Aufenthaltsdauer zu verringern. Darüber hinaus bleibe die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung weiterhin politisches Ziel seiner Partei, sagte der gesundheitspolitische Sprecher Markus Schmitt. Dabei könnten weitere Kooperationen von Krankenhäusern sowohl beim Sparen als auch bei der Verbesserung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung helfen.
ddp


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