Transport, Verkehr

(Wiederholung vom Wochenende)

24.10.2016 - 05:19:25

WDH/Kranke Lokführer und verspätete Züge: Unmut über Bahn wächst

STUTTGART - Zugausfälle und Verspätungen im Regionalverkehr sorgen für immer mehr Kritik an der Deutschen Bahn. Sie müsse umgehend sicherstellen, dass die Missstände im regionalen Schienenverkehr abgestellt werden, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Die Probleme dürften kein Dauerzustand sein. Das Land zahle für die Züge im Schienen-Personennahverkehr viel Geld an das Unternehmen und erwarte, dass die Fahrgäste dafür ein verlässliches Angebot mit pünktlichen, sauberen und sicheren Nahverkehrszügen bekämen.

"Dies gilt selbstverständlich auch für die Übergangsverträge, die das Land mit der Deutschen Bahn abgeschlossen hat." Anlaufschwierigkeiten sollten nun, nachdem die Verträge seit drei Wochen gelten, nicht mehr vorkommen.

Das Staatsunternehmen hatte die befristeten Verträge gewonnen. Sie überbrücken jene Zeit, bis die neuen Verträge in Kraft treten. Bei diesen hatte die Bahn in manchen Fällen das Nachsehen gegenüber Wettbewerbern. Wegen der aktuellen Probleme werden die Verantwortlichen der Bahn ab dem kommenden Dienstag zum wöchentlichen Rapport einbestellt, wie ein Sprecher von Hermann ergänzte.

Probleme gibt es beispielsweise auf der Strecke zwischen Stuttgart und Aalen oder bei der Verbindung von Würzburg über Heilbronn nach Stuttgart. So gibt es laut Mitteilung des Ministeriums seit Anfang Oktober auf mehreren Zulaufstrecken nach Stuttgart in der frühen Hauptverkehrszeit täglich mindestens zwei Komplettausfälle. Darüber hinaus mehrten sich Berichte über weitere Ausfälle zu anderen Zeiten.

Als Gründe für die Probleme wurden Krankheitsfälle, Baustellen oder auch technische Probleme mit den alten Doppelstockwagen genannt. Ein Bahnsprecher sagte, dass Unternehmen bemühe sich, die Probleme abzustellen.

Gerade sei der Krankenstand bei den Lokführern und beim Zugpersonal bei manchen Einsatzstellen höher als normal. Das führte der Sprecher auf eine Grippewelle zurück. Bereits im Sommer hatte es Beschwerden über die Deutsche Bahn gegeben. Daraufhin gab es auch schon Gespräche. Die Situation habe sich seitdem aber nicht spürbar verbessert, sagte Hermanns Sprecher weiter.

Der baden-württembergische Fahrgastbeirat monierte in einem Schreiben an die Bahn, dass die "massiven Störungen" bei den betroffenen Fahrgästen starken Frust verursachten und in Einzelfällen auch zur Abwendung vom Bahnverkehr führten.

@ dpa.de

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