VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

SAN FRANCISCO - Volkswagen kann den dicksten Brocken seiner "Dieselgate"-Rechtslasten in den USA aus dem Weg räumen.

25.10.2016 - 18:11:25

US-Richter stimmt VW-Milliarden-Vergleich im Abgas-Skandal zu. Der für Hunderte Zivilklagen zuständige Richter Charles Breyer gab am Dienstag seine endgültige Zustimmung zu einem Vergleich, der den Konzern bis zu 16,5 Milliarden Dollar (15,2 Mrd Euro) kosten könnte.

hatte im Juni mit US-Behörden und zahlreichen Dieselbesitzern eine Entschädigungslösung über bis zu 14,7 Milliarden Dollar ausgehandelt, später erhöhte sich die Summe durch Einigungen mit US-Staatsanwälten und klagenden Autohändlern. Breyer hatte den Vergleich im Juli zunächst auf vorläufiger Basis genehmigt. Bei den US-Kunden war der Kompromiss auf breite Zustimmung getroffen. Die überwiegende Mehrheit hat sich bereits registriert, um das Angebot anzunehmen.

"Die finale Zustimmung ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zur Wiedergutmachung in den USA", teilte die US-Tochter Volkswagen Group of America mit. US-Chef Hinrich Woebcken versprach den betroffenen Kunden, alles für einen reibungslosen Ablauf des Entschädigungsprogrammms zu tun.

VW bietet den US-Dieselbesitzern je nach Modelltyp und Baujahr zwischen 5100 und 10 000 Dollar pro Fahrzeug als Wiedergutmachung. Zudem muss der Konzern Rückkauf oder Umrüstung der Wagen in einen gesetzeskonformen Zustand anbieten. In Deutschland und anderen Ländern sträubt man sich bislang gegen vergleichbare Angebote. Weltweit sind etwa elf Millionen Dieselwagen vom Skandal betroffen.

Der Kompromiss gilt für rund 475 000 VW-Dieselwagen mit 2,0-Liter-Motoren, die mit einer Software zum Austricksen von Abgastests ausgerüstet sind. VW hatte den Schwindel im September 2015 nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA eingeräumt. Bei zusätzlichen etwa 85 000 Fahrzeugen mit größeren 3,0-Liter-Motoren ringt der Konzern allerdings weiter um eine Lösung mit den US-Behörden. In dieser Angelegenheit will Richter Breyer bis zum 3. November detaillierte Vorschläge sehen.

Die VW-Tochter Audi , von der die 3,0-Liter-Motoren stammen, musste am Montag überarbeitete Rückrufpläne in den USA einreichen. Einem Audi-Sprecher zufolge gingen die Unterlagen fristgemäß ein. Wegen des laufenden Verfahrens hätten die Parteien jedoch zunächst Stillschweigen zum Inhalt vereinbart. Sollte es nicht gelingen, die Wagen technisch umzurüsten, drohen auch bei den größeren Fahrzeugen teure Rückkäufe. Zudem drohen VW auch noch weitere Konsequenzen wegen Verstößen gegen Umweltgesetze und strafrechtlicher Vergehen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

BMW verärgert über Kronzeugenanträge von Daimler und VW. "Wir waren irritiert", sagte BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". MÜNCHEN - BMW ist verärgert über die Anträge von Daimler und Volkswagen , im Fall des Kartellverdachts gegen die deutsche Autoindustrie als Kronzeugen zur Aufklärung beizutragen. (Boerse, 22.10.2017 - 14:21) weiterlesen...

BMW verärgert über Kronzeugenanträge von Daimler und VW. "Wir waren irritiert", sagte BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". MÜNCHEN - BMW ist verärgert über die Anträge von Daimler und Volkswagen , im Fall des Kartellverdachts gegen die deutsche Autoindustrie als Kronzeugen zur Aufklärung beizutragen. (Boerse, 21.10.2017 - 18:51) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP 3/Kartellverdacht bei Autobauern: Daimler mit Kronzeugenantrag (Boerse, 20.10.2017 - 16:32) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP 2/Kartellverdacht bei Autobauern: Daimler mit Kronzeugenantrag (Boerse, 20.10.2017 - 15:28) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP/Kartellverdacht bei Autobauern: Daimler mit Kronzeugenantrag. Man könne das nun öffentlich machen, sagte Finanzchef Bodo Uebber am Freitag und bestätigte damit, worüber lange spekuliert worden war. "Es ist gegenwärtig offen, ob die Europäische Kommission ein formelles Verfahren einleiten wird", sagte Uebber weiter - und betonte außerdem, dass Daimler derzeit keine Notwendigkeit sehe, ein finanzielles Polster für mögliche Strafen zu bilden. STUTTGART - Im Fall des Kartellverdachts gegen die deutsche Autoindustrie hat der Daimler -Konzern bei den EU-Behörden den Status als Kronzeuge beantragt. (Boerse, 20.10.2017 - 15:12) weiterlesen...

Audi-Sport-Chef Winkelmann wird neuer Bugatti-Chef. Anfang 2018 übernehme der 53-Jährige die Funktion an der Spitze der Volkswagen -Konzernmarke von Wolfgang Dürheimer (59), teilte das Unternehmen am Freitag im elsässischen Molsheim mit. Dürheimer wechsele zum Jahresende auf eigenen Wunsch in den Ruhestand. VW -Konzernchef Matthias Müller bescheinigte Dürheimer "hervorragende Arbeit". Winkelmann bezeichnete er als ausgewiesenen Kenner der Sportwagenszene und des Luxussektors. Mit seinem "Gefühl für den Umgang mit einer exklusiven Klientel" werde er Impulse setzen. MOLSHEIM/WOLFSBURG - Audi -Sport-Geschäftsführer Stephan Winkelmann wird neuer Chef von Bugatti. (Boerse, 20.10.2017 - 11:41) weiterlesen...