Produktion, Absatz

LUXEMBURG - Deutschland will sich beim Treffen der EU-Fischereiminister in Luxemburg gegen eine starke Senkung der Dorschquote einsetzen.

10.10.2016 - 14:17:24

Schmidt gegen drastische Kürzung der Dorschquote. Die EU-Kommission hatte eine Minderung der Fangmenge für Dorsch in der westlichen Ostsee um 88 Prozent vorgeschlagen. "Das sehe ich nicht für realistisch, weil es sozioökonomisch damit ein Ende der Fischerei darstellen könnte", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Montag bei dem Treffen in Luxemburg.

Schmidt plädierte stattdessen für Alternativen zur Schonung der ausgelaugten Dorschbestände. Eine Möglichkeit könnten Stilllegungen sein. Dabei würden Fischer ihre Boote nicht nutzen und im Gegenzug von der EU unterstützt.

Im Vorfeld des Treffens wurden auch Auflagen für Freizeitfischer diskutiert. Dänemark, für das die westliche Ostsee auch ein wichtiges Fanggebiet ist, will nur eine Kürzung der Quote um 20 Prozent hinnehmen. Diplomaten gingen am Montag davon aus, dass die Gespräche sich hinziehen könnten.

Ostseefischer fürchten angesichts der Vorschläge um ihre Existenz. Biologen und Umweltschützer warnen hingegen vor einem völligen Zusammenbruch der Bestände.

Die EU-Staaten handeln jedes Jahr die Fangmengen (Quoten) für das kommende Jahr untereinander aus. Nach den Ostseequoten im Oktober steht im Dezember die Entscheidung über die Fangmengen in der Nordsee und im Atlantik an. Grundlage für die Verhandlungen sind Vorschläge, die die EU-Kommission auf Grundlage wissenschaftlicher Gutachten macht.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Rund 130 000 Fachbesucher bei weltgrößter Messe für Werkzeugmaschinen. "Laut Umfrage wollen die EMO-Besucher in den kommenden 24 Monaten mehr als 20 Milliarden Euro in Produktionstechnik investieren", teilte die Sprecherin des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, Sylke Becker, zum Abschluss der Messe am Samstag mit. Der Generalkommissar der EMO Hannover 2017, Carl Martin Welcker, zog ebenfalls eine positive Bilanz. "Mehr Geschäft, mehr Internationalität und mehr Innovationen: Die Messe hat einmal mehr ihre Position als Weltleitmesse für die Metallbearbeitung bewiesen", sagte er. HANNOVER - Die weltgrößte Messe für Werkzeugmaschinen, die EMO in Hannover, hat nach Veranstalterangaben für viele Hersteller volle Auftragsbücher gebracht. (Boerse, 23.09.2017 - 18:15) weiterlesen...

Neues Erdbeben der Stärke 6,1 in Mexiko. Das Zentrum lag im Süden des Landes im Bundesstaat Oaxaca, hieß es am Samstag nach vorläufigen Angaben des Seismologischen Instituts. In der Millionenmetropole Mexiko-Stadt wurde Erdbebenalarm ausgelöst. MEXIKO-STADT - Neuer Schock für die Menschen in Mexiko: Ein Erdbeben der Stärke 6,1 hat vier Tage nach dem Beben mit rund 300 Toten das Land am Samstag erneut erschüttert. (Boerse, 23.09.2017 - 16:32) weiterlesen...

Staudamm-Bruch in Puerto Rico droht - Enorme 'Maria'-Schäden. Rund 8000 besonders gefährdete Bewohner von Gemeinden unterhalb des Staudamms wurden dazu aufgerufen, sich dringend in Sicherheit zu bringen. Die örtlichen Behörden beobachteten mit Sorge einen Riss in der Staumauer, der etwa 60 Zentimeter lang sei. Nach der Entdeckung des Risses wurden die unmittelbar von einer möglichen Überflutung gefährdeten Viertel in den Orten Isabela und Quebradillas evakuiert. Der Staudamm wird als Wasserkraftwerk zur Stromgewinnung genutzt. SAN JUAN - Auf der Karibikinsel Puerto Rico droht nach dem Durchzug von Hurrikan "Maria" der Bruch eines großen Staudamms. (Boerse, 23.09.2017 - 16:12) weiterlesen...

Germanwings-Absturz: Fast 200 Angehörige klagen in Essen. Er habe die Zivilklagen in der vergangenen Woche dort eingereicht, sagte Rechtsanwalt Elmar Giemulla am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Eine bereits im Frühjahr eingereichte Musterklage von vier Angehörigen seien nun weitere 194 Hinterbliebene gefolgt. ESSEN - Der Rechtsstreit von fast 200 Hinterbliebenen des Germanwings-Absturzes gegen die Lufthansa soll am Landgericht in Essen ausgetragen werden. (Boerse, 23.09.2017 - 13:04) weiterlesen...

'Spiegel': Anträge für Jodtabletten in Region Aachen verdoppelt. Die Zahl habe sich seit vergangener Woche mehr als verdoppelt, berichtet das Nachrichtenmagazin. Anfang der Woche hatte der Betreiber mitgeteilt, dass ein Meiler in dem umstrittenen belgischen Kernkraftwerk Tihange länger abgeschaltet bleibt als ursprünglich geplant. AACHEN - In der Region Aachen haben laut "Spiegel" inzwischen mehr als 75 000 besorgte Bürger vorsorglich Jodtabletten für den atomaren Ernstfall beantragt. (Boerse, 23.09.2017 - 12:42) weiterlesen...

Gabriel: Merkel und Schäuble machen Verteidigungspolitik nach Trumps Vorbild. "Merkel und Schäuble machen Politik nach dem Vorbild Trumps", sagte Gabriel der "Huffington Post". Er bezog sich dabei auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen. BERLIN - Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) eine Politik der Aufrüstung vorgeworfen. (Boerse, 23.09.2017 - 12:01) weiterlesen...