LUFTHANSA AG, DE0008232125

FRANKFURT/KÖLN - Kurz vor der Lufthansa-Hauptversammlung haben sich Arbeitnehmervertreter gegen die geplante Dividendenausschüttung gewandt.

07.05.2012 - 15:37:46

Gewerkschaften gegen Dividende für Lufthansa-Eigner. "Man kann nicht auf der einen Seite vom Personal 500 Millionen Euro Sparbeitrag verlangen und auf der anderen Seite an die Anteilseigner Geld ausschütten", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Das sei eine "absolute Schieflage".

Die Kabinengewerkschaft Ufo kündigte an, auf der Hauptversammlung am Dienstag in Köln für die von ihr vertretenen Aktionäre dem Vorstand die Entlastung zu verweigern. Der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies sprach im Zusammenhang mit der geplanten Dividende von "sozialer Kälte" und "falscher Priorisierung".

Das Unternehmen hat der Hauptversammlung eine Dividende von 25 Cent je Aktie empfohlen, obwohl die Gesellschaft im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von 13 Millionen Euro verzeichnet hat. Künftig würden Belastungen durch die abgestoßene British Midland (BMI) nicht mehr anfallen, hieß es zur Rechtfertigung. Insgesamt sollen 114,5 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Im Zuge des Sparprogramms "Score" verlangt Lufthansa-Chef Christoph Franz von der Belegschaft einen Sparbeitrag, der die jährlichen Kosten um 500 Millionen Euro senken soll.

Beide Gewerkschaften forderten Franz auf, ein klares Konzept zur Zukunft des Unternehmens vorzulegen. Alle Beteiligten müssten dazu Beiträge leisten, sagte Behle. Für die Aktionäre bedeute dies, dass sie auch mal auf eine Ausschüttung verzichten müssten. Über das Zukunftskonzept des Vorstands klagte Behle: "Wir wissen nicht, wo die Lufthansa hinwill."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Wenig Zeit für Schlichtung zwischen Lufthansa und Piloten. Das Verfahren habe erst am vergangenen Dienstag begonnen und solle bis Ende Januar beendet sein, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Frankfurt. Eine Verlängerung sei nur im Einvernehmen beider Tarifpartner möglich. FRANKFURT - Die Schlichtung zum Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Piloten steht unter großem Zeitdruck. (Boerse, 20.01.2017 - 18:02) weiterlesen...

Neue Probleme rücken BER-Fertigstellung in die Ferne. Grund sind demnach Probleme mit der Ansteuerung Hunderter von Türen. Schwierigkeiten gebe es auch mit der Sprinkleranlage. Damit dürfte der Zeitplan für eine Eröffnung des Flughafens noch in diesem Jahr endgültig hinfällig sein. Denn dafür müssten die Bauarbeiten nach früheren Angaben von Flughafenchef Karsten Mühlenfeld in diesem Monat abgeschlossen werden. BERLIN - Am neuen Hauptstadtflughafen drohen nach dpa-Informationen weitere Verzögerungen. (Boerse, 17.01.2017 - 16:56) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Etihad-Gerüchte lösen bei Lufthansa 'Short-Squeeze' aus. Bis zum Nachmittag schossen die Papiere der Kranich-Linie um 7,24 Prozent auf 12,14 Euro nach oben. Sie machten damit aus dem Stand über die Hälfte der Verluste der vergangenen beiden Wochen wett. FRANKFURT - Spekulationen um einen Einstieg von Etihad haben Leerverkäufer von Lufthansa-Aktien am Dienstag in arge Bredouille gebracht. (Boerse, 17.01.2017 - 15:01) weiterlesen...

Presse: Etihad könnte bei Lufthansa einsteigen. Wie die italienische Zeitung "Il Messaggero" am Dienstag ohne nähere Quellenangabe berichtete, könnte Etihad im Zuge einer privaten Kapitalerhöhung einen Anteil von 30 bis 40 Prozent an der deutschen Fluggesellschaft erhalten. Ein Lufthansa-Sprecher wollte auf Anfrage keinen Kommentar dazu abgeben. ROM - Die Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi erwägt laut einem Pressebericht im Zuge einer Branchenkonsolidierung eine Beteiligung an der Lufthansa . (Boerse, 17.01.2017 - 10:46) weiterlesen...

Lufthansa-Chef hat keine Angst vor neuer Konkurrenz. Es gehöre sehr viel dazu, Alternativen zu einem Massentransportmittel zu entwickeln wie es die Fliegerei heute sei. "Die Computer in unseren Flugzeugen sind 20 Jahre alt - aber sie funktionieren. Mein iPhone ist zwei Wochen alt, aber es arbeitet nicht mit der Verlässlichkeit, mit der mein Flugzeug funktionieren soll." In der Fliegerei gehe es darum, Systeme zu entwickeln und einzusetzen, die ständig fehlerfrei arbeiteten. Das Kerngeschäft - das Fliegen von A nach B - sei für sich genommen für digitale Unternehmen nicht besonders reizvoll. MÜNCHEN - Lufthansa -Chef Carsten Spohr glaubt nicht, dass die Digitalisierung die Luftfahrt so grundsätzlich und schnell verändern wird wie andere Branchen. (Boerse, 16.01.2017 - 11:38) weiterlesen...