LUFTHANSA AG, DE0008232125

FRANKFURT - Das wichtige Sommergeschäft und Geschäftskunden haben der Lufthansa einen überraschenden Lichtblick beschert.

19.10.2016 - 21:17:24

Geschäftsreisende bringen Lufthansa etwas Zuversicht zurück. Nach der Gewinnwarnung vom Juli schraubte das Management um Vorstandschef Carsten Spohr seine Erwartungen für 2016 am Mittwochabend wieder herauf. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) werde nun wohl doch das Niveau von 1,8 Milliarden Euro aus dem Vorjahr erreichen, teilte der Dax-Konzern in Frankfurt mit. So hätten sich die kurzfristigen Buchungen von Geschäftsreisenden im September besser entwickelt als gedacht.

und Easyjet ihre Prognosen für das Gesamtjahr kappen müssen. Neben der Angst vieler Kunden vor Terroranschlägen in Europa drückt bei den Billigheimern vor allem das schwache Britische Pfund aufs Ergebnis.

EUROPA-BESUCHER BLIEBEN WEG

Auch die Lufthansa hatte sich noch im Juli nach den Anschlägen in europäischen Städten von ihrer zuvor geplanten Gewinnsteigerung verabschiedet. Vor allem auf den lukrativen Langstreckenverbindungen nach Europa drohten viele Gäste wegzubleiben. Seither hatte Spohr für 2016 nur noch ein Ergebnis "unter Vorjahr" angepeilt - ohne Eingrenzung nach unten. Analysten gingen zuletzt im Schnitt von weniger als 1,6 Milliarden Euro aus.

Dann aber lief es im Sommer nicht so schlecht wie gedacht. In den ersten neun Monaten fiel der Umsatz vorläufigen Zahlen zufolge lediglich um 1,6 Prozent auf 23,9 Milliarden Euro. Das bereinigte Ebit sank um knapp ein Prozent auf 1,68 Milliarden Euro. Dabei profitierte die Lufthansa von den niedrigen Treibstoffkosten. So musste das Unternehmen für Kerosin fast 800 Millionen Euro weniger ausgeben als ein Jahr zuvor.

PASSAGIERGESCHÄFT WIRFT MEHR AB

Das fast stabile Ergebnis verdankte die Lufthansa vor allem dem Passagiergeschäft, in dem der Großteil des Treibstoffverbrauchs anfällt. Zusammengerechnet konnten die Marken Lufthansa, Eurowings, Swiss und Austrian Airlines ihr bereinigtes Ebit um vier Prozent auf gut 1,4 Milliarden Euro steigern.

Die übrigen Konzernbereiche - die Frachttochter Lufthansa Cargo, die Wartungssparte Lufthansa Technik und die Bordverpfleger der LSG Sky Chefs - mussten zusammengenommen einen Einbruch des bereinigten Ebit um 21 Prozent hinnehmen. Lufthansa hat bereits mehrere Sparprogramme aufgelegt, bei denen auch zahlreiche Arbeitsplätze wegfallen.

KEINE ENTWARNUNG

Auch für das Passagiergeschäft gab das Management keine Entwarnung. Zwar habe sich die Nachfrage zuletzt besser entwickelt als gedacht, und auch die Anpassung des Flugangebots habe sich ausgezahlt. Den Angaben zufolge belasten die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten die Nachfrage auf Langstreckenverbindungen nach Europa jedoch weiterhin deutlich. Daher seien weitere "wesentliche Ergebnisschwankungen" möglich.

Für das vierte Quartal rechnet das Unternehmen weiter mit fallenden Ticketpreisen: Die Stückerlöse dürften im vierten Quartal währungsbereinigt um sieben bis acht Prozent sinken, hieß es - ein Prozentpunkt weniger deutlich als im Juli erwartet. Die Stückkosten sollen - Währungsschwankungen und Treibstoff herausgerechnet - um zwei bis drei Prozent schrumpfen. Den kompletten Zwischenbericht will die Lufthansa wie geplant am 2. November veröffentlichen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Flughafen-Geschäftsführer verabschiedet sich mit Rekordbilanz. Erstmals sei damit die Schwelle von 250 000 Passagieren pro Jahr überschritten worden, sagte der scheidende Geschäftsführer Rainer Schwarz am Montag in Laage. Dies entspreche einem Zuwachs von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Flughafen habe sich damit vom Branchentrend abkoppeln können, der nach wie vor rückläufige Passagierzahlen bei den Regionalflughäfen aufweise. Das Erreichen der Viertel-Millionen-Grenze sei auch deshalb wichtig, weil sie von der Landesregierung als Voraussetzung für die weitere Förderung vorgegeben worden sei. LAAGE - Auf dem Flughafen Rostock-Laage ist im vergangenen Jahr mit 250 199 beförderten Passagieren ein Rekord erzielt worden. (Boerse, 23.01.2017 - 16:06) weiterlesen...

Mehr als 220 Millionen Fluggäste im Jahr 2016 in Deutschland. An den Verkehrsflughäfen wurden mehr als 220 Millionen Passagiere abgefertigt, wie der Flughafenverband ADV am Montag mitteilte. Im Jahr zuvor waren es 216 Millionen. Am Ende werde eine Zahl zwischen 220 Millionen und 224 Millionen herauskommen, sagte eine ADV-Sprecherin in Berlin. Noch hätten nicht alle Flughäfen ihre Daten für das vergangene Jahr gemeldet. BERLIN - Die Zahl der Fluggäste in Deutschland hat 2016 einen Höchststand erreicht. (Boerse, 23.01.2017 - 14:29) weiterlesen...

Hauptstadtflughafen BER öffnet nicht 2017. Wegen neuer technischer Probleme mit dem Brandschutz im Terminalgebäude hebt auch 2017 kein Flieger ab. Das teilten Flughafenchef Karsten Mühlenfeld und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstag mit. BERLIN - Neues Desaster für den Berliner Hauptstadtflughafen BER: 25 Jahre nach Beginn der Planungen wurde die Eröffnung zum wiederholten Mal verschoben. (Boerse, 22.01.2017 - 15:49) weiterlesen...

Mühlenfeld zu Flughafen: Habe keine Fristen verstreichen lassen. "Im Gegenteil: Unter seiner Verantwortung wurden in den letzten zwei Jahren Fehler der Vergangenheit am BER korrigiert, das Projekt insgesamt vorangebracht und der regelmäßige Austausch mit relevanten Projektbeteiligten sichergestellt", teilte FBB-Sprecher Lars Wagner am Sonntag mit. BERLIN - Der Chef der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB), Karsten Mühlenfeld, hat den Vorwurf zurückgewiesen, wonach er mit Blick auf die Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER bewusst behördliche Fristen verstreichen ließ. (Boerse, 22.01.2017 - 14:21) weiterlesen...

Neue Terminverschiebung: Hauptstadtflughafen BER öffnet nicht 2017. Wegen neuer technischer Probleme mit dem Brandschutz im Terminalgebäude hebt auch 2017 kein Flieger ab. Das teilten Flughafenchef Karsten Mühlenfeld und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Samstag mit. Müller, der seit etwa eineinhalb Jahren Chef des BER-Aufsichtsrates ist, geht nunmehr davon aus, dass der mindestens 6,5 Milliarden Euro teure Pannenflughafen 2018 in Betrieb geht. BERLIN - Neues Desaster für den Berliner Hauptstadtflughafen BER: 25 Jahre nach Beginn der Planungen wurde die Eröffnung zum wiederholten Mal verschoben. (Boerse, 22.01.2017 - 14:16) weiterlesen...

Wenig Zeit für Schlichtung zwischen Lufthansa und Piloten. Das Verfahren habe erst am vergangenen Dienstag begonnen und solle bis Ende Januar beendet sein, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag in Frankfurt. Eine Verlängerung sei nur im Einvernehmen beider Tarifpartner möglich. FRANKFURT - Die Schlichtung zum Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Piloten steht unter großem Zeitdruck. (Boerse, 20.01.2017 - 18:02) weiterlesen...