Medizin, Gesundheit, Neurologie

Eine neue Studie belegt, dass Apomorphin als subkutane Infusion die OFF-Phasen von Parkinson-Patienten verkürzt, also Phasen mit eingeschränkter Motorik.

27.06.2017 - 08:02:20

Parkinson: Apomorphin-Infusion wirksam bei motorischen Symptomen. "Wir konnten nachweisen, dass Apomorphin-Infusionen eine wirksame Behandlungsmethode für Parkinson-Patienten sind, deren motorische Wirkschwankungen durch andere Therapien nicht mehr ausreichend kontrolliert werden können", fasste Studienleiterin Prim. Priv.-Doz. Regina Katzenschlager vom Sozialmedizinischen Zentrum Ost Donauspital (Wien) am 3. Kongress der European Academy of Neurology (EAN) das zentrale Ergebnis der TOLEDO-Studie zusammen.

Amsterdam (pts007/27.06.2017/08:00) - Eine neue Studie belegt, dass Apomorphin als subkutane Infusion die OFF-Phasen von Parkinson-Patienten verkürzt, also Phasen mit eingeschränkter Motorik. "Wir konnten nachweisen, dass Apomorphin-Infusionen eine wirksame Behandlungsmethode für Parkinson-Patienten sind, deren motorische Wirkschwankungen durch andere Therapien nicht mehr ausreichend kontrolliert werden können", fasste Studienleiterin Prim. Priv.-Doz. Regina Katzenschlager vom Sozialmedizinischen Zentrum Ost Donauspital (Wien) am 3. Kongress der European Academy of Neurology (EAN) das zentrale Ergebnis der TOLEDO-Studie zusammen.

Bisherige Erfahrungen in der Behandlung mit den Infusionen haben gezeigt, dass Apomorphin die OFF-Phasen der Parkinson-Patienten verkürzt, Dyskinesien (unfreiwillige Überbewegungen) verbessert sowie den Bedarf an oral verabreichtem Levodopa reduziert. Nun wurde die Wirksamkeit erstmals durch eine kontrollierte klinische Studie bestätigt.

Patienten aus 23 Zentren in sieben Ländern erhielten über zwölf Wochen die subkutane Apomorphin-Infusion, eine Kontrollgruppe Kochsalzinfusion als Placebo. Durch die Apomorphin-Infusion wurden die OFF-Phasen deutlich verkürzt und eine wesentliche Verlängerung der ON-Phasen ohne störende Überbewegungen erreicht. Die Wirkung der Infusion wurde auch von den Patienten in der Apomorphin-Gruppe als besser wahrgenommen als in der Placebo-Gruppe. "Die Behandlung erwies sich als gut verträglich. Wir konnten keine unerwarteten Nebenwirkungen feststellen. Die Studienergebnisse sollten uns dazu ermutigen, Parkinson-Patienten mit ausgeprägten Wirkschwankungen diese effektive, aber bislang zu selten angewandte Therapie zu verschreiben", betonte Doz. Katzenschlager.

Quelle: 3rd EAN Congress Amsterdam 2017, Abstract Katzenschlager et al.; Double-blind, randomised, placebo-controlled study (TOLEDO) to evaluate the efficacy of apomorphine infusion in reducing OFF time in Parkinson's disease patients with motor fluctuations

(Ende)

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