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Von Afghanistan bis Island / Kreditversicherer Coface betrachtet

03.04.2017 - 14:56:25

Coface Deutschland / Von Afghanistan bis Island / Kreditversicherer ...

politische Risiken in 159 Ländern

Mainz - Die politischen Risiken steigen weltweit. Der neue

"Political Risk Index" des Kreditversicherers Coface zeigt: Die

Anzahl der Konflikte hat sich zwischen 2007 und 2015 verdoppelt. Der

Anstieg des Terrorismusrisikos um das 2,8-fache seit 2008 ist noch

dramatischer. Und in den westlichen Demokratien erhöht Populismus die

Index-Werte für das politische Risiko.

Platz 155: Finnland (14,8%), 156: Polen (14,4%), 157: Norwegen

(13,5 %), 158: Neuseeland (11,8%) und Platz 159: Island (9,5%). Das

sind die Länder am unteren Ende der bis 100 Prozent reichenden

Coface-Skala. Sie haben damit ein "sehr niedriges" politisches

Risiko. Am oberen Ende finden sich auf Platz 1: Afghanistan, 2: Irak,

3: Libyen, 4: Nigeria, 5: Sudan, 6: Syrien, 7. Jemen. Für sie hat

Coface den 100-Prozent-Höchstwert und damit das "maximale" politische

Risiko errechnet.

Bestimmende Faktoren für den Coface-Index sind Sicherheit

(Konflikte und Terrorismus) sowie politische und soziale Stabilität.

"Politische Risiken sind von großer Bedeutung für Volkswirtschaften

und Unternehmen. Denn Sicherheitsrisiken wirken direkt auf die

Unternehmensaktivität, politisch-soziale Faktoren eher indirekt über

Vertrauen und Zuversicht", erklärt Coface-Economist Dr. Mario Jung.

Im Ranking des Coface Political Risk Index liegen Deutschland mit

21,5 Prozent auf Platz 132, Großbritannien (26,9%) auf 116 und

Frankreich (28,9%) auf 107. Sie sind damit nicht in der besten von

sieben Kategorien, allerdings mit einem insgesamt "niedrigen"

politischen Risiko eingestuft. Die USA belegen beim Gesamtrisiko mit

30 Prozent Platz 103 ("moderates" politisches Risiko). Die Türkei ist

auf Platz 26 mit 59,8 Prozent gerade noch in "hohes" politisches

Risiko und knapp an der 60-Prozent-Grenze zu "sehr hoch". In dieser

Gruppe befinden sich unter vielen anderen Ländern Russland (Platz 22:

61,8%) und die Ukraine (13: 70,8%).

Gefahr für OECD-Länder wächst

Beim Sicherheitsrisiko muss aktuell besonders der

Terrorismus-Indikator berücksichtigt werden. Dieser hat sich seit

2008 um den Faktor 2,8 erhöht und beeinträchtigt auch die Zuversicht

im Geschäftsleben und das Verhalten von Konsumenten und ausländischen

Investoren. Die meisten OECD-Länder, die sich im Kampf gegen den

"Islamischen Staat" (IS) engagieren, verzeichnen von 2011 bis 2015

einen Anstieg des Scores. Frankreich ist unter den weltweit 30

Ländern mit dem größten Terrorismusrisiko aktuell das Industrieland

mit dem höchsten Wert: 77 Prozent (plus 24 Punkte). Der Risiko-Wert

steigt auch für die USA (plus 23 Punkte), Australien (plus 27 Punkte)

und Deutschland (plus 27 Punkte). Im Terrorismus-Risiko-Ranking sind

nicht nur Länder im Nahen Osten und Afrika, sondern auch in Asien und

Europa bei 100 Prozent: Irak, Afghanistan, Nigeria, Syrien, Pakistan,

Jemen, Ukraine und Türkei.

Wie bewältigen entwickelte Länder die Populismuswelle?

Protektionismus, "Recht und Ordnung", die Betonung nationaler

Werte sind auch Indikatoren für "Populismus" und fließen in die

Bewertung der politisch-sozialen Stabilität ein. Die Coface-Analyse

zeigt, dass in den Ländern mit einem hohen Populismusdruck in

Großbritannien (Score 73%) und Frankreich (70%) Themen um die

öffentliche Ordnung dominieren. In Österreich (64%) und in den

Niederlanden (63%) ist es die Skepsis gegenüber der multikulturellen

Gesellschaft. Deutschland liegt bei diesem Populismus-Ranking mit dem

Wert 27 Prozent im Mittelfeld. Am wenigsten damit zu tun haben Japan

(8%) und Irland (5,3%)

Die ausführliche Analyse im Coface-Panorama auf www.coface.de

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