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Renditekiller Inflation: Wer aktuell mehr als 1 Prozent will, kommt an

11.04.2017 - 09:32:25

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Aktien kaum vorbei

Berlin - Wer 2001 Geld angelegt hat und bis 2016

dabeigeblieben ist, konnte die Inflation schlagen und sein Geld

erhalten. Das zeigt eine aktuelle Rendite-Berechnung des

Verbraucherportals Finanztip für drei Musterprofile.

Sicherheitsorientierte Sparer, die nur auf Fest- und Tagesgeldkonten

gesetzt haben, mussten sich allerdings mit einer realen Rendite von

durchschnittlich nur 0,57 Prozent pro Jahr begnügen. Mehr als 1

Prozent pro Jahr gab es trotz der großen Finanzkrise 2008 mit Aktien.

Gut 1.928 Milliarden Euro parken die Deutschen laut Bundesbank

aktuell als Sichteinlagen auf Giro- und Tagesgeldkonten. Weil dort

keine beziehungsweise nur sehr geringe Zinsen bezahlt werden, droht

jedoch Wertverlust durch Inflation. Besser fährt, wer sein Erspartes

gleichmäßig auf Fest- und Tagesgeldkonten verteilt. Eine aktuelle

Finanztip-Berechnung zeigt: Wer 2001 Geld angelegt hat und 15 Jahre

dabeigeblieben ist, konnte mit dieser Strategie eine

durchschnittliche jährliche Rendite von 0,57 Prozent nach Inflation

erwirtschaften. Im schlechtesten Fall lag die Rendite bei 0,39

Prozent pro Jahr. "Die Kombination aus Tages- und Festgeld lohnt sich

vor allem für sehr sicherheitsbewusste Anleger, da das Ersparte durch

die Einlagensicherung geschützt ist", sagt Sara Zinnecker, Expertin

für Geldanalage bei Finanztip. "Wer aber die Inflation deutlich

schlagen möchte, kommt heute an Aktien kaum vorbei."

Mehr Rendite gibt es mit Aktien

Um dies zu verdeutlichen, hat Finanztip für zwei weitere

Musterportfolios die Rendite nach Inflation für denselben

Anlagezeitraum errechnet. Im ausgewogenen Profil investiert der

Sparer 40 Prozent in Aktien (ETF auf den weltweiten Aktienindex MSCI

World mit möglichst breiter Streuung), die restlichen 60 Prozent zu

gleichen Teilen in Tages- und Festgeld. Das renditeorientierte Profil

legt 80 Prozent in Aktien (ETF auf MSCI World) und 20 Prozent in

Tagesgeld an. Das Ergebnis: Je mehr Geld in den Aktienfonds

investiert wurde, desto höher der Ertrag. So konnte sich der

renditeorientierte Anleger im Durchschnitt nach 15 Jahren über einen

realen Wertzuwachs seines Geldes von jährlich 1,8 Prozent freuen. Mit

einer ausgewogenen Strategie erreichte er durchschnittlich 1,28

Prozent Rendite pro Jahr nach Inflation.

Lange Anlagedauer schützt vor Verlusten

Wer jedoch in Aktien investiert, sollte unbedingt einen

langfristigen Anlagehorizont mitbringen. "Anleger sollten ihr Geld

mindestens 10, besser 15 Jahre entbehren können", empfiehlt

Zinnecker. "So lassen sich Verluste durch mögliche Krisen

ausgleichen." Anschauliches Beispiel ist Finanzkrise 2008: Wer

beispielsweise im Februar 2004 renditeorientiert investierte und nach

5 Jahren auf dem Gipfel der Krise ausstieg, dessen Erspartes hat pro

Jahr 5,76 Prozent an Wert verloren - die Inflation miteingerechnet.

Dies entspricht in etwa einem Verlust von 25 Prozent auf die

Anfangsinvestition. Nach 10 Jahren wäre jedoch aus dem kurzfristigen

Verlust schon wieder ein Gewinn von jährlich 3 Prozent nach Inflation

geworden. Die Finanztip-Expertin rät deshalb, sich beim

Aktieninvestment von kurzfristen Kursschwankungen nicht verunsichern

zu lassen und das ursprüngliche Anlageziel weiter zu verfolgen.

Die detaillierten Ergebnisse der Renditerechnungen finden Sie

hier: http://ots.de/h4OvA

Weitere Informationen

http://www.finanztip.de/geldanlage/

http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/

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