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PwC PriceWaterhouseCoopers / 54 Prozent mehr Elektroantriebe: ...

07.03.2017 - 10:29:25

PwC PriceWaterhouseCoopers / 54 Prozent mehr Elektroantriebe: .... 54 Prozent mehr Elektroantriebe: Deutschlands Autobauer wechseln in

den Öko-Modus

Düsseldorf - Volkswagen, Daimler und BMW dürften in diesem

Jahr europaweit erstmals mehr als 100.000 Elektroautos bauen / Die

Produktion von E-Fahrzeugen steigt laut einer PwC-Prognose um 54

Prozent steigen, bei Hybriden sind es 46 Prozent / Christoph Stürmer,

Global Lead Analyst von PwC Autofacts: "Diese Zahlen belegen, dass

die deutschen Autobauer es mit der grünen Wende ernst meinen" /

Herstellung von Benzinern und Dieseln geht um 2,9 Prozent zurück

Deutschlands Autobauer meinen es offenbar ernst mit der grünen

Wende. Wie eine Autofacts-Prognose der Wirtschaftsprüfungs- und

Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) auf Basis der

jüngsten Absatzzahlen zeigt, dürften Volkswagen, Daimler und BMW in

diesem Jahr EU-weit erstmals mehr als 100.000 rein elektrisch

betriebene Fahrzeuge herstellen. Dabei geht PwC konkret von etwas

mehr als 106.000 Fahrzeugen aus - ein Plus von 54 Prozent im

Vergleich zum vergangenen Jahr. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet

sich bei Modellen mit Hybridantriebsstrang ab. Von ihnen dürften die

deutschen Hersteller dieses Jahr in der EU knapp 330.000 Stück

verbauen. Das entspricht einer Steigerung von rund 46 Prozent. Dazu

Felix Kuhnert, Partner und Leiter des Bereichs Automobilindustrie bei

PwC: "Die langfristigen Herausforderungen der Automobilindustrie

erfordern ein grundsätzliches Umdenken. Dabei bilden alternative

Antriebe neben Digitalisierung, autonomem Fahren und neuen

Geschäftsmodellen einen wesentlichen Baustein."

"Alternativ betriebene Autos werden in Genf das 'New Normal' sein"

"Natürlich sind das Zuwächse auf einem immer noch sehr niedrigen

Niveau. Trotzdem belegen die Zahlen eindrucksvoll, dass auch die

deutschen Autohersteller mit aller Macht auf alternative Antriebe

setzen", sagt Christoph Stürmer, Global Lead Analyst von PwC

Autofacts. Er rechnet damit, dass sich dieser Trend in den kommenden

Jahren noch deutlich verstärken wird. So zeigen Projektionen von PwC,

dass die deutschen Hersteller bereits 2023 mehr als 500.000

Elektroautos in Europa bauen dürften. Die Zahl der Hybride wird bis

dahin bei schätzungsweise 1,7 Millionen jährlich liegen. Im Hinblick

auf den an diesem Donnerstag beginnenden Genfer Autosalon hält

Stürmer daher fest: "Vor drei Jahren galten die alternativ

betriebenen Fahrzeuge auf den Automessen noch als Exoten. Diesmal

werden sie in Genf das 'New Normal' sein."

Unterm Strich sinkt die Produktion um 1,2 Prozent

Zugleich sollte das Wachstum bei Hybriden und E-Fahrzeugen nicht

darüber hinwegtäuschen, dass Deutschlands Autobauer in diesem Jahr

insgesamt in Europa voraussichtlich weniger Fahrzeuge bauen werden

als 2016. So kalkuliert PwC Autofacts nach dem kräftigen

Vorjahresplus von 4,6 Prozent Jahr mit einem Rückgang von 1,2 Prozent

auf nur noch rund 8,46 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge.

Rechnet man die alternativ betriebenen Fahrzeuge heraus, liegt das

erwartete Minus sogar bei 2,9 Prozent. "Das ist zwar einerseits eine

ziemlich deutliche Bremsung. Andererseits sollte man die Entwicklung

aber auch nicht überinterpretieren", so Stürmer. Denn: "Das Minus ist

auch eine Folge der zuletzt ungewöhnlich kräftigen Zuwächse, die zum

Teil mit hohen Eigenzulassungen der Hersteller erkauft wurden. Die

strukturelle Nachfrage in Deutschland bleibt hingegen intakt, sodass

es keinen Grund gibt, die Produktion noch deutlicher zurückzufahren."

Die wichtigste Frage lautet: Was wird aus UK?

Die größten Sorgen mit Blick auf Europa insgesamt bereitet zurzeit

der britische Markt. Hier mussten einige Hersteller zuletzt sogar die

Preise erhöhen, weil sich der Import von Fahrzeugen aus der Eurozone

aufgrund des Pfund-Verfalls deutlich verteuerte. Gleichzeitig wird es

für die Autobauer wieder interessanter, Autos für den lokalen Bedarf

tatsächlich auf der Insel zu bauen. Dies könnte zukünftige

Währungsschwankungen zumindest teilweise wieder ausgleichen. Trotzdem

befürchtet Christoph Stürmer gravierende Folgen, sollte die britische

Automobilwirtschaft im Zuge des Brexits den ungehinderten Zugang zum

EU-Binnenmarkt verlieren. Im Extremfall könnte die Produktion statt

der ursprünglich prognostizierten 1,6 Millionen Fahrzeuge auf unter

eine Million im Jahr fallen. "Dann droht ein Szenario wie in den

1980er und 1990er-Jahren, als die Industrie in England schon einmal

durch eine tiefe Krise ging", so Stürmer.

Das Wachstum kommt in diesem Jahr vornehmlich aus dem Osten der EU

Für dieses Jahr geht PwC Autofacts davon aus, dass die Zahl der

Neuzulassung im Vereinigten Königreich von rund 2,7 Millionen auf nur

noch gut 2,5 Millionen zurückgehen könnte. Der britische Anteil am

Neugeschäft in der EU würde damit von 17,8 Prozent auf 16,4 Prozent

sinken. EU-weit rechnet PwC mit 15,5 Millionen Zulassungen, was einen

Zuwachs von nur noch 2,7 Prozent bedeutet - nach 6,5 Prozent im

Vorjahr. Während der Absatz in den EU-Kernmärkten (neben Deutschland

und UK sind das Frankreich, Italien und Spanien) nur noch um 1,9

Prozent zulegen dürfte, erwartet PwC für die sogenannten

EU-13-Staaten ein Plus von 15,8 Prozent. Das Kürzel EU-13 steht für

die vor allem osteuropäischen Staaten, die der Union zwischen 2004

und 2013 beigetreten sind.

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@ dpa.de

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