Genossenschaftsverband Bayern, Unternehmensmitteilungen

Pressegespräch zum Geschäftsjahr 2016: Bayerns Genossenschaften

12.04.2017 - 11:18:24

Genossenschaftsverband Bayern / Pressegespräch zum Geschäftsjahr 2016: ...

steigern Ergebnis deutlich

München - Die genossenschaftlichen Waren- und

Dienstleistungsunternehmen in Bayern haben das Geschäftsjahr 2016 mit

dem besten Ergebnis seit fünf Jahren abgeschlossen. Das teilte der

Genossenschaftsverband Bayern (GVB) heute bei einem Pressegespräch in

München mit. Die 1.018 Betriebe erwirtschafteten mit rund 18.700

Mitarbeitern in der Summe einen Gewinn von 273,3 Mio. Euro vor

Steuern, der um 58,7 Mio. Euro (+27,4 Prozent) über dem Vorjahreswert

lag. Positiv wirkten sich insbesondere die gestiegenen Erträge bei

Energiegenossenschaften und gewerblichen Genossenschaften im

IT-Bereich aus. Der Gesamtumsatz nahm leicht um 108,1 Mio. Euro (0,9

Prozent) auf 11,9 Mrd. Euro ab, weil die Preise für Milch und

Agrarerzeugnisse im Jahresverlauf teils erheblich unter Druck

standen.

Wirtschaftliche Stabilität durch unternehmerische Vielfalt

"Genossenschaften bereichern die bayerische Wirtschaft", machte

GVB-Präsident Jürgen Gros bei der Präsentation der Geschäftszahlen

deutlich. Die Waren- und Dienstleistungsunternehmen seien in 35

Wirtschaftszweigen aktiv und repräsentierten damit eine "breite

unternehmerische Vielfalt". Wie Gros mit Blick auf die sieben

bayerischen Regierungsbezirke hervorhob, sind die Genossenschaften im

gesamten Freistaat fest verankert. Er wies jedoch auf anstehende

Veränderungen in einzelnen Branchen hin, die sich auf die

Mitgliederbasis des GVB auswirken werden. So werden sich in der

Milchwirtschaft Liefergenossenschaften zu größeren Einheiten

zusammenschließen. Dieser Trend zeigt sich auch bei

Trocknungsgenossenschaften, die Grünfutter produzieren. Gros machte

jedoch deutlich, dass Marktveränderungen auch Chancen bieten: Zum

Beispiel erschließe die wachsende Nachfrage nach regionalen und

gentechnikfreien Lebensmitteln neue Absatzpotenziale für

Genossenschaften, die Milchprodukte, Fleisch, Gemüse oder Wein

herstellen.

Hohe Bedeutung von Genossenschaften für Bayerns Landwirtschaft

Den Stellenwert der genossenschaftlichen Organisation für den

Agrarsektor hob der GVB-Präsident im Pressegespräch besonders hervor.

"Genossenschaften und Landwirtschaft sind seit jeher eng verbunden",

sagte Gros. So seien 60 Prozent der bayerischen Milchbauern Mitglied

einer Genossenschaft. Zudem werde ein Viertel der im Freistaat

vermarkteten Getreideernte (2016: 1,1 Mio. Tonnen) an 155 Standorten

des bayerischen Raiffeisen-Warengeschäfts erfasst. Gros wies darüber

hinaus auf die starke Stellung der bayerischen Volksbanken und

Raiffeisenbanken im Kreditgeschäft mit der Landwirtschaft hin. Ihren

Marktanteil haben die Institute in den vergangenen zehn Jahren um

sieben Prozentpunkte auf 64 Prozent ausgebaut. "Die

Genossenschaftsbanken sind der wichtigste Finanzierungspartner der

Landwirte im Freistaat", stellte Gros klar.

Nachbesserung der Novelle des Genossenschaftsgesetzes notwendig

Die GVB-Position zur kürzlich veröffentlichten Empfehlung des

Bundeskartellamts zu den Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern

und Molkereien bekräftigte der Verbandspräsident: "Milcherzeuger sind

die Eigentümer der Molkereigenossenschaften. Sie bestimmen, wie die

Anlieferung und Abnahme der Milch vertraglich geregelt wird." Ein

Eingriff in diese bewährten Strukturen sei deshalb falsch.

Notwendige Veränderungen haben die Molkereigenossenschaften im

Freistaat bei der Finanzierung von gemeinsamen Aufgaben der

bayerischen Milchwirtschaft angestoßen. Sie befürworten eine

privatrechtliche Lösung mit der Gründung eines Vereins, wie

Vorstandsmitglied Alexander Büchel ausführte. Dieser Verein soll in

Zukunft unter anderem die Butter- und Käsebörse in Kempten

unterstützen und sich für die Absatzförderung einsetzen.

Büchel forderte zudem eine Nachbesserung der geplanten Novelle des

Genossenschaftsgesetzes. Er warnte davor, die Anforderungen an die

Pflichtprüfung von Genossenschaften aufzuweichen, wie es im aktuellen

Gesetzentwurf vorgesehen ist. Dadurch würde der Mitgliederschutz

ausgehöhlt und die Stabilität von Genossenschaften gefährdet. Der GVB

teilt daher die Ansicht des Bundesrats, der sich dafür ausgesprochen

hat, von einem Anheben der Schwellenwerte für Pflichtprüfungen

abzusehen.

Weitere Informationen zum Jahrespressegespräch:

https://www.gv-bayern.de/presse

Der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB) vertritt die

Interessen von 1.278 genossenschaftlichen Unternehmen. Dazu zählen

260 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie 1.018 ländliche und

gewerbliche Unternehmen mit insgesamt rund 51.000 Beschäftigten und

2,9 Millionen Mitgliedern. Damit bilden die bayerischen

Genossenschaften eine der größten mittelständischen

Wirtschaftsorganisationen im Freistaat. (Stand: 31.12.2016)

OTS: Genossenschaftsverband Bayern

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Pressekontakt:

Florian Ernst

Pressesprecher

Genossenschaftsverband Bayern e. V.

Türkenstraße 22-24, 80333 München

Tel. 089 / 2868 - 3402

Fax. 089 / 2868 - 3405

presse@gv-bayern.de

www.gv-bayern.de/presse

GVB-Präsident Jürgen Gros twittert unter:

https://twitter.com/JGros_GVB

@ dpa.de

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