Kiadis Pharma N.V., NL0011323407

Kiadis Pharma präsentiert positive 1-Jahres-Follow-up-Ergebnisse aus seiner pivotalen Phase-II-Studie mit ATIR101

06.12.2016 - 07:04:23

Kiadis Pharma präsentiert positive 1-Jahres-Follow-up-Ergebnisse aus seiner pivotalen Phase-II-Studie mit ATIR101. Kiadis Pharma präsentiert positive 1-Jahres-Follow-up-Ergebnisse aus seiner pivotalen Phase-II-Studie mit ATIR101(TM)

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Kiadis Pharma präsentiert positive 1-Jahres-Follow-up-Ergebnisse aus seiner

pivotalen Phase-II-Studie mit ATIR101(TM)

06.12.2016 / 07:02

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Kiadis Pharma präsentiert positive 1-Jahres-Follow-up-Ergebnisse aus seiner

pivotalen Phase-II-Studie mit ATIR101(TM)

- Signifikante Reduktion der transplantationsassoziierten Mortalität und

Verbesserung der Gesamtüberlebenszeit im Vergleich zu einer

Kontrollgruppe (Beobachtungsstudie)

- Kein Patient entwickelte eine akute Grad-III-IV Graft-versus-Host-

Krankheit nach Infusion von ATIR101(TM)

Amsterdam, Niederlande, 06. Dezember 2016 - Kiadis Pharma N.V. ("Kiadis

Pharma" oder das "Unternehmen") (Euronext Amsterdam und Brüssel: KDS), ein

biopharmazeutisches Unternehmen, das über innovative T-Zell-basierte

Immuntherapie-Behandlungen für Blutkrebs und erbliche Blutkrankheiten in

der klinischen Entwicklung verfügt, präsentierte heute positive 1-Jahres-

Ergebnisse der Phase-II-Einzeldosisstudie seines Hauptprodukts ATIR101(TM)

(NCT01794299/EudraCT 2012-004461-41) auf der 58. Jahreskonferenz und

Ausstellung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego, USA.

Die Ergebnisse werden auf der ASH in Session 711 von Dr. Denis-Claude Roy,

Professor für Medizin an der Universität von Montreal sowie Protokollleiter

und einer der Studienleiter, vorgestellt. Die Ergebnisse bestätigen, dass

ATIR101(TM) sicher infundiert werden kann und zeigen eine signifikante

Reduktion der transplantationsassoziierten Mortalität ("Transplant Related

Mortality", TRM; primärer Endpunkt) und eine signifikante Verbesserung der

Gesamtüberlebensrate ("Overall Survival", OS; sekundärer Endpunkt) im

Vergleich zu einer Kontrollgruppe von Patienten aus einer

Beobachtungsstudie, die nur eine T-Zell-depletierte haploidentische

Spendertransplantation erhalten hatten. Zusammen mit der Abwesenheit von

schwerer Graft-versus-Host-Krankheit (GvHD) und einer geringen

Rückfallrate, übersetzt sich dies in eine günstige GvHD-freie, Rückfall-

freie Überlebensrate (GRFS) ein Jahr nach einer Transplantation.

Dr. Manfred Rüdiger, Chief Executive Officer von Kiadis Pharma,

kommentierte: "Wir sind hocherfreut über die starken und überzeugenden

Ergebnisse unserer Phase-II-Studie. Die Daten zeigen deutlich verbesserte

Gesamtüberlebensraten und eine geringe transplantationsassoziierte

Mortalität. Darüber hinaus gab es mit Infusion von ATIR101(TM) kein

Auftreten von lebensbedrohlicher Grad-III-IV-GvHD, obwohl die Patienten

keine prophylaktische Immunsuppression erhalten hatten. Wenn wir uns den

GRFS-Endpunkt anschauen - ein kombinierter Endpunkt zur Präsentation der

Ergebnisse - vergleicht sich unser ATIR101(TM)-Ansatz sehr vorteilhaft mit

den Protokollen der Cyclophosphamid-Behandlungen nach einer

Transplantation, die in Baltimore vorangetrieben werden. Da wir keine Grad-

III-IV-GvHD und eine sehr niedrige Rückfallrate beobachten konnten, sind

wir davon überzeugt, dass ATIR101(TM) eine vielversprechende Alternative

für Patienten ohne passenden Spender werden wird. Wir werden im ersten

Quartal 2017 einen Zulassungsantrag mit unseren Daten bei der Europäischen

Arzneimittelbehörde EMA einreichen, und der nächste, unmittelbare Schritt

ist für uns der Start unserer transatlantischen randomisierten und

international kontrollierten Phase-III-Studie, die unseren ATIR101(TM)-

Ansatz direkt mit dem Baltimore-Ansatz vergleichen wird."

Dr. Denis-Claude Roy, Professor für Medizin an der Universität von Montreal

sowie Protokollleiter und einer der Studienleiter, fügte hinzu: "Mit diesen

aktuellen Daten bestätigen wir die Sicherheit von ATIR101(TM), ohne

jegliche Anzeichen auf Grad-III-IV-GvHD, bei einer signifikanten Reduktion

der transplantationsassoziierten Mortalität, niedriger Rückfallrate und

einem sehr guten ereignisfreien Überleben. Wir sind der Auffassung, dass

dies die Wirksamkeit der Photodepletions-basierten Eliminierung von

alloreaktiven T-Zellen bestätigt. Als Arzt bin ich über diese Entwicklung

und ihr Potenzial Patientenschicksale zu verändern sehr begeistert."

Details der Studie

In die Studie wurden 23 Leukämie-Patienten mit einem mittleren Alter

(Median) von 41 Jahren (21-64 Jahre) eingeschlossen und in Studienzentren

in Kanada, Belgien, Deutschland und Großbritannien behandelt. Die Patienten

waren für eine allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSCT)

vorgesehen, sie konnten jedoch nicht rechtzeitig einen passenden Spender

finden. 16 Patienten hatten akute myeloische Leukämie (AML) und sieben

hatten akute lymphoblastische Leukämie (ALL). Die Patienten waren zum

Zeitpunkt der HSCT in entweder erster oder zweiter kompletter Remission.

Der Großteil der Patienten hatte eine schlechte Prognose auf Basis ihres

Disease Risk Index (DRI) (57% hohes/sehr hohes Risiko), während die übrigen

43% ein mittleres Risiko aufwiesen. Es wurde ein myeloablatives

Behandlungsschema angewendet und (haploidentische) Spendertransplantate

wurden vor der Transplantation von T-Zellen (CD34+-Selektion) befreit. Die

Patienten nahmen das Transplantat sehr schnell an (im Median innerhalb von

12 Tagen). Anschließend wurde ATIR101(TM) mit einer konstanten Dosis von

2x106 CD3+ Zellen/kg infundiert, im Mittel 28 Tage nach der

Transplantation, ohne eine GvHD-Prophylaxe nach der Transplantation zu

geben.

Der Zeitpunkt der Nachsorge lag am 28. November 2016 im Median bei 485

Tagen (110-742 Tage) nach einer HSCT. Bei allen Patienten lag die HSCT

länger als ein Jahr zurück.

Die Infusion von ATIR101(TM) hat bei keinem der Patienten (0/23) eine Grad-

III-IV-GvHD induziert, was die Wirksamkeit der Elimination alloreaktiver T-

Zellen mit ATIR101(TM) belegt. Es wurden lediglich drei Fälle von akuter

GvHD (Grad II) und ein Fall von chronischer GvHD nach Infusion mit

ATIR101(TM) beobachtet.

Trotz der Tatsache, dass der Großteil der Patienten ein hohes

Rückfallrisiko aufwies (DRI-high), hatten nur zwei Patienten innerhalb der

ersten 12 Monate nach der HSCT einen Rückfall der Erkrankung (am 61. bzw.

am 90. Tag nach der HSCT). Es wurde keine Mortalität innerhalb der ersten

100 Tage nach der HSCT beobachtet. Neun Patienten starben innerhalb des

ersten Jahres nach der Transplantation, sieben aufgrund von

transplantationsassoziierter Mortalität ("Transplant Related Mortality",

TRM) und zwei durch einen Rückfall der Erkrankung, was einer

Gesamtüberlebensrate nach einem Jahr von 61% entspricht.

Im Vergleich zu den Kontrolldaten aus einer Beobachtungsstudie an 35

Patienten, welche den Ein- und Ausschlusskriterien der Phase-II-Studie des

Unternehmens entsprechen und sich einer vergleichbaren HSCT-Prozedur mit

einem haploidentischen Familienmitglied unterzogen haben, allerdings ohne

der Gabe von ATIR101(TM), war die Gesamtüberlebensrate signifikant höher

(p=0,003) bei Patienten, die ATIR101(TM) nach einer T-Zell-depletierten

haploidentischen Transplantation erhalten hatten. Die OS für HSCT +

ATIR101(TM) ist nach einem Jahr 61% im Vergleich zu 20% mit nur einer HSCT.

Die TRM war signifikant niedriger (p=0,007): die TRM lag für HSCT +

ATIR101(TM) nach einem Jahr bei 32% im Vergleich zu 70% für HSCT allein.

GRFS, definiert als Patienten, die überleben, ohne eine schwerwiegende

akute GvHD (Grad III-IV) oder chronische GvHD (die eine systemische

Behandlung erfordert) zu entwickeln oder einen Rückfall zu erleiden, lag

nach einem Jahr bei 57% für Patienten, die mit HSCT und einer zusätzlichen

Infusion mit ATIR101(TM) behandelt wurden. Dies vergleicht sich vorteilhaft

mit Patienten, die sich in der Beobachtungsstudie nur einer HSCT unterzogen

haben (GRFS von 20%), und auch mit Patienten aus dieser Kontrollgruppe, die

eine Transplantation mit passenden, nicht-verwandten Spendern (HLA 8/8 oder

10/10) erhalten haben (GRFS 41%). Auch verglichen mit den veröffentlichten

GRFS-Daten für haploidentische Transplantationen, bei denen nach der

Transplantation der Cyclophosphamid-Ansatz (PTCy) angewendet wird, um eine

GvHD zu kontrollieren, schneidet die Patientengruppe mit HSCT + ATIR101(TM)

nach einem Jahr mit einem GRFS von 57% zu dem GRFS von 33%, das für die

PTCy-Gruppe berichtet wird (Sohl et al, BBMT 2016), gut ab.

Die Patienten werden noch bis zwei Jahre Post-HSCT beobachtet, um auch

weitere Langfristdaten zu generieren. Von den 23 Patienten, die in die

Studie eingeschlossen wurden, haben fünf Patienten die Zwei-Jahres-

Nachsorge bereits erfolgreich abgeschlossen und vier Patienten sind in der

laufenden Studie noch am Leben. Die endgültigen Ergebnisse dieser Studie

werden für die zweite Jahreshälfte 2017 erwartet.

Auf der Basis der positiven Ergebnisse dieser Phase-II-Studie, setzt Kiadis

die Entwicklung von ATIR101(TM) fort. Das Unternehmen beginnt eine Phase-

III-Studie, in der Patienten mit akuter Leukämie randomisiert eine

haploidentische HSCT mit entweder dem PTCy-Ansatz oder Kiadis-Pharma-Ansatz

mit einer Einzeldosis ATIR101(TM) erhalten. Diese Phase-III-Studie wurde

bei den Zulassungsbehörden eingereicht und befindet sich derzeit im

Genehmigungsverfahren.

Über ATIR101(TM)

Für Patienten, die an einer Form von Blutkrebs leiden, wird eine allogene

hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSCT, hematopoetic stem cell

transplantation) allgemein als die wirksamste kurative Behandlung

angesehen. Während der HSCT wird das Knochenmark, der Sitz der entarteten

Krebszellen, komplett zerstört und anschließend durch Stammzellen aus dem

Transplantat des gesunden Spenders ersetzt. Nach einer HSCT dauert es in

der Regel mindestens sechs bis 12 Monate, bis der Patient wieder ein

normales Blutbild und ein funktionierendes Immunsystem aufweist. Während

dieser Zeit ist der Patient nicht nur äußerst anfällig für Infektionen

durch Bakterien, Viren und Pilze, sondern trägt auch ein hohes

Rückfallrisiko.

ATIR101(TM) (Allodepleted T-cell ImmunotheRapeutics) ermöglicht eine

sichere Infusion von Spenderlymphozyten (donor lymphocyte infusion, DLI)

von einem genetisch nur teilweise passenden (haploidentischen)

Familienmitglied, ohne das Risiko einer ernsten Graft-versus-Host-Reaktion

(Graft-versus-Host-Disease, GvHD). Die T-Zellen in ATIR101(TM) helfen,

Infektionen und verbliebene Tumorzellen zu bekämpfen und so die Zeit bis

zur vollständigen Wiederherstellung des Immunsystems aus den

transplantierten Stammzellen zu überbrücken.

T-Zellen, die im Empfänger GvHD verursachen würden, werden in ATIR101(TM)

mit Hilfe der Kiadis Pharma-Photodepletion-Technologie aus den

Spenderlymphozyten eliminiert, was das Risiko von GvHD minimiert und eine

prophylaktische Immunsuppression unnötig macht. Gleichzeitig können in

ATIR101(TM) enthaltene potenzielle krebszellvernichtende T-Zellen des

Spenders die noch verbliebenen Tumorzellen eliminieren und damit ein

Wiederauftreten der Erkrankung verhindern, was Graft-versus-Leukämie-(GvL)-

Effekt genannt wird.

ATIR101(TM), verabreicht als ein die HSCT begleitendes Immuntherapeutikum,

versorgt den Patienten mit funktionellen, reifen Immunzellen, die aus

Spendermaterial haploidentischer Familienmitglieder gewonnen werden. Diese

können Infektionen und Tumorzellen bekämpfen, ohne GvHD zu verursachen.

ATIR101(TM) hat somit das Potenzial, HSCT zu einer anwendbaren kurativen

Behandlungsoption für einen größeren Kreis von Patienten zu machen.

Das Unternehmen schätzt, dass für etwa 35% der Patienten, die dringend eine

HSCT benötigen, rechtzeitig kein passender Spender gefunden werden kann.

Ein haploidentisches Familienmitglied steht allerdings als potenzieller

Spender in der Regel für mehr als 95% der Patienten zur Verfügung.

ATIR101(TM) besteht aus Spender-T-Zellen, die Infektionen und verbliebene

Tumorzellen bekämpfen, ohne eine schwere GvHD hervorzurufen und wurde

entwickelt, um bei gleichzeitig niedrigen Rückfallquoten die Sterberate

infolge von Infektionen zu reduzieren.

Über Kiadis Pharma

Kiadis Pharma ist auf zellbasierte immuntherapeutische Produkte für die

Behandlung von Blutkrebs sowie erblich bedingte Blutkrankheiten

spezialisiert. Die Produkte des Unternehmens besitzen das Potenzial, die

Risiken und Einschränkungen zu überwinden, die mit der allogenen

hämatopoetischen Stammzelltransplantation ("allogeneic hematopoietic stem

cell transplantation", HSCT) verbunden sind. Dazu gehören die Graft-versus-

Host-Reaktionen, ein Rückfall der Krebserkrankung, opportunistische

Infektionen sowie die begrenzte Verfügbarkeit von passenden Spendern. Das

Unternehmen ist der Auffassung, dass HSCT die erste Wahl zur Behandlung von

Blutkrebs, erblich bedingten Blutkrankheiten und möglicherweise von

Autoimmunkrankheiten sowie von soliden Organtransplantationen werden

könnten.

Im April 2016 gab das Unternehmen positive Phase-II-Daten zu seinem

Hauptprodukt ATIR101(TM) bei Blutkrebspatienten bekannt. Die Studiendaten

bestätigten, dass ATIR101(TM) die transplantationsbedingte Sterblichkeit

deutlich reduziert und die Überlebenswahrscheinlichkeit wesentlich

verbessert. Zudem hat ATIR101(TM) bei keinem der Patienten eine GvHD vom

lebensbedrohlichen Grad III-IV hervorgerufen. ATIR101(TM) hat sowohl in den

USA als auch in Europa den Orphan-Drug-Status erhalten. Der zweite

Produktkandidat des Unternehmens, ATIR201(TM), adressiert erblich bedingte

Blutkrankheiten mit einem anfänglichen Schwerpunkt auf Thallassämie, eine

Erkrankung, die bei Patienten zu einer Zerstörung von roten Blutzellen

führt. Es wird davon ausgegangen, dass ATIR201(TM) in der zweiten

Jahreshälfte 2016 mit der Phase I/II der klinischen Entwicklung beginnen

wird.

Kiadis Pharma mit Hauptsitz in Amsterdam, Niederlande, wurde von der

Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) für ihre Herstellungsqualität und

ihre nicht-klinischen Daten der Status als Arzneimittel für neuartige

Therapien ("Advanced Therapy Medicinal Products", ATMP) gewährt. Die Aktien

des Unternehmens sind an der Euronext Amsterdam und Brüssel gelistet.

Weitere Informationen unter http://www.kiadispharma.com.

Unternehmenskontakt:

Manfred Rüdiger, CEO

Kiadis Pharma

Entrada 231-234

1114 AA Amsterdam-Duivendrecht

The Netherlands

Tel. +31 20 314 02 50

communication@kiadis.com

Medienkontakt für Deutschland & Investor Relations Kontinentaleuropa:

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Tel.: +49 211 529252 22

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guarantees that the assumptions underlying such forward-looking statements

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future accuracy of the forward-looking statements contained in this press

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not place undue reliance on forward-looking statements, which speak only as

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527005 06.12.2016

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