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Harter Brexit betrifft vor allem fünf deutsche Sektoren / Deutsche

07.03.2017 - 07:16:25

Deloitte / Harter Brexit betrifft vor allem fünf deutsche Sektoren / ...

Firmen verdienen fast jeden zehnten Euro auf der Insel

München - Der bevorstehende Brexit trifft die deutsche

Wirtschaft hart. Laut der Deloitte Analyse "Die Vernetzung deutscher

Sektoren mit dem Vereinigten Königreich" aus der Studienreihe Brexit

Briefings* sind besonders DAX-Konzerne im Vereinigten Königreich

(UK), dem drittwichtigsten Exportmarkt Deutschlands, stark engagiert.

In einer Sektorperspektive sind es vor allem die Automobilindustrie,

die Verkehr und Logistik-Branche, das Finanz- und Versicherungswesen

sowie der Handel und der Energiesektor, die entweder hohe Umsätze

oder hohe Mitarbeiterzahlen in UK aufweisen.

Insgesamt erzielen die ausgewerteten Unternehmen, die mindestens

über eine Tochtergesellschaft und 100 Mitarbeiter in UK verfügen, mit

150 Milliarden Euro knapp ein Zehntel ihres Gesamtumsatzes auf der

Insel. Hierfür sorgen unter anderem etwa 400.000 Mitarbeiter, die vor

Ort beschäftigt sind. Davon entfallen allein 91 Milliarden Euro auf

die DAX-Unternehmen, die zudem mit 200.000 Beschäftigten die Hälfte

aller für deutsche Firmen tätigen Arbeitnehmer in UK stellen. Kommt

es zu einem harten Brexit, wären die Herausforderungen entsprechend

drastisch für die betroffenen Unternehmen.

"28 der DAX-30-Unternehmen haben mindestens eine

Tochtergesellschaft in UK. Diese vereinen fast zwei Drittel

sämtlicher britischer Umsätze deutscher Firmen auf sich. Ein harter

Brexit würde daher insbesondere sie treffen. Umso wichtiger ist es,

dass sich Unternehmen mit den möglichen Szenarien des Brexit

beschäftigen, die Auswirkungen genau analysieren und ihre Risiken

managen", erklärt Dr. Alexander Börsch, Chefökonom und Leiter

Research bei Deloitte.

Automotive und Energie beim Umsatz ganz vorne

Die Gesamtzahlen beeindrucken - aber auch ein Blick auf die

einzelnen Branchen zeigt die Bedeutung des britischen Markts für

deutsche Unternehmen. So erzielt die deutsche Automobilindustrie mit

über 40 Milliarden Euro mehr als ein Viertel der Umsätze deutscher

Firmen in UK. Der Energiesektor mit einer Umsatzhöhe von 24,3

Milliarden sowie das Verkehrs- und Logistiksegment mit 20,6

Milliarden Euro sind ebenfalls überdurchschnittlich engagiert.

Weitere umsatzstarke Branchen sind das Finanz- und

Versicherungswesen** sowie der Handel mit 20 bzw. 18,7 Milliarden

Euro Umsatz.

Verkehrs- und Logistikbranche mit den meisten Mitarbeitern

Unter den rund 400.000 Arbeitnehmern deutscher Niederlassungen

bzw. Tochterfirmen in UK sind knappe 36.000 im Automobil- sowie gute

25.000 im Energiesektor tätig. Mit fast 96.000 Angestellten dominiert

jedoch der Bereich Verkehr und Logistik die Statistik. Unternehmen

dieses arbeitsintensiven Sektors sind bei einem harten Brexit somit

besonders betroffen. Weitere Branchen mit hohen Mitarbeiterzahlen

sind die Finanz- und Versicherungsbranche (59.000) sowie der Handel

(44.000).

Branche Umsatz UK Mitarbeiter

UK in Mrd. Euro in Tsd.

Automotive 40,1 35,6

Energie 24,3 25,2

Verkehr und Logistik 20,6 95,7

Finanzen/Versicherungen 20,0 59,1

Handel 18,7 44,6

Information/Kommunikation 3,3 23,0

Elektroindustrie 3,1 18,7

Kunststoff/Baumaterialien 2,1 10,9

Baugewerbe 1,3 9,5

Pharmaindustrie 3,2 4,7

Maschinenbau 2,2 5,2

Chemische Industrie 2,6 3,1

"Ein Ausscheiden der Briten aus der EU würde die deutsche

Automobilbranche besonders stark treffen, da statistisch nahezu jeder

zweite verkaufte Pkw in UK ein Modell eines deutschen Herstellers

ist. Insbesondere hochpreisige Marken hätten dann aufgrund von

Besteuerung und Zöllen mit sinkenden Margen und Volumen zu kämpfen -

mit den entsprechenden Konsequenzen für alle Beteiligten", resümiert

Dr. Thomas Schiller, Partner und Leiter Automotive bei Deloitte.

Die komplette Analyse finden Sie unter http://ots.de/nFmjw zum

Download.

*Datenbasis: Angaben in der Unternehmensdatenbank Factiva/Dow

Jones zu britischen Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen mit

internationalem Hauptsitz in Deutschland. Die Unternehmen müssen

mindestens 100 Mitarbeiter in Großbritannien beschäftigen. Die

Unternehmensinformationen wurden auf die entsprechenden Branchen

hochaggregiert. Insgesamt wurden 160 deutsche Unternehmen mit

intensiver Geschäftsbeziehung zum Vereinigten Königreich ausgewertet.

Angaben zu Umsatz und Mitarbeitern beziehen sich ausschließlich auf

die britischen Tochtergesellschaften. ** Bei Banken und

Versicherungen wird die Bilanzsumme verwendet.

Über Deloitte

Deloitte erbringt Dienstleistungen in den Bereichen

Wirtschaftsprüfung, Risk Advisory, Steuerberatung, Financial Advisory

und Consulting für Unternehmen und Institutionen aus allen

Wirtschaftszweigen; Rechtsberatung wird in Deutschland von Deloitte

Legal erbracht. Mit einem weltweiten Netzwerk von

Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte

herausragende Kompetenz mit erstklassigen Leistungen und unterstützt

Kunden bei der Lösung ihrer komplexen unternehmerischen

Herausforderungen. Making an impact that matters - für mehr als

244.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsames Leitbild und

individueller Anspruch zugleich.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited

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Mitgliedsunternehmen und ihre verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes

ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständig und

unabhängig. DTTL (auch "Deloitte Global" genannt) erbringt selbst

keine Leistungen gegenüber Mandanten. Eine detailliertere

Beschreibung von DTTL und ihren Mitgliedsunternehmen finden Sie auf

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