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Fraport AG / Fraport-Hauptversammlung: Rekordergebnis trotz ...

23.05.2017 - 10:43:24

Fraport AG / Fraport-Hauptversammlung: Rekordergebnis trotz .... Fraport-Hauptversammlung: Rekordergebnis trotz herausfordernder

Rahmenbedingungen

Frankfurt - Wachstumsimpulse durch Ausbau des

internationalen Portfolios / Hub-Geschäft wird um wachsendes

Low-Cost-Segment ergänzt / Erhöhung des Dividendenvorschlags auf 1,50

Euro pro Aktie

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Fraport AG in der

Jahrhunderthalle Frankfurt blickte der Vorstandsvorsitzende Dr.

Stefan Schulte gemeinsam mit den Aktionärinnen und Aktionären auf ein

volatiles Geschäftsjahr 2016 zurück. Am Frankfurter Flughafen konnte

die schwache Entwicklung des Passagieraufkommens im Sommer auch durch

einen starken Jahresbeginn und -ausklang nicht vollständig

kompensiert werden.

"Ausschlaggebend waren die geopolitische Lage und die Terrorgefahr

in Europa mit weniger Fluggästen vor allem aus Asien und den USA,

aber auch das starke Wachstum von Low-Cost-Airlines insbesondere an

Flughäfen in unserem Einzugsgebiet. Mit der weiteren Öffnung des

Frankfurter Flughafens für Low-Cost-Airlines haben wir hier die

notwendige Antwort gegeben. Der Kern unseres Geschäfts bleibt

gleichwohl unverändert das Premium-Hub-Segment und unsere

Partnerschaft mit unserem Hauptkunden Lufthansa", betonte Dr.

Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

Insgesamt ging das Passagieraufkommen leicht um 0,4 Prozent zurück

auf 60,79 Millionen und blieb damit hinter der Marktentwicklung

zurück, die zunehmend vom Low-Cost-Segment geprägt ist. Das

Cargo-Aufkommen hingegen legte 2016 um 1,8 Prozent auf etwa 2,11

Millionen Tonnen zu.

Das operative Ergebnis (EBITDA) konnte trotz des leicht

rückläufigen Verkehrsaufkommens und des nachlassenden

Retail-Geschäfts in Frankfurt deutlich um 24,2 Prozent auf 1.054

Millionen Euro verbessert werden. Getrieben wurde das starke Ergebnis

durch die erhaltene Entschädigungszahlung für das Manila-Projekt und

den erfolgreichen Anteilsverkauf in St. Petersburg. Unter dem Strich

erreichte Fraport ein Konzern-Ergebnis von 400 Millionen Euro.

Entsprechend zeigte sich Schulte zufrieden mit der

wirtschaftlichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr: "Dies ist

das beste Ergebnis, das Fraport jemals erzielt hat. An diesem Erfolg

möchten wir die Aktionärinnen und Aktionäre durch einen erhöhten

Dividendenvorschlag auf 1,50 Euro pro Aktie beteiligen." Im Jahr 2016

hatte das Unternehmen 1,35 Euro pro Anteilsschein ausgeschüttet.

Damit Fraport auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibe, müsse man

die Veränderungen im Markt ernst nehmen und auf sie reagieren, so

Schulte zu den herausfordernden Rahmenbedingungen. "Low-Cost wird vom

Kunden heute erwartet. Wenn dieses Segment inzwischen über 40 Prozent

des kontinentaleuropäischen Flugverkehrs ausmacht, wenn wir zuletzt

deutlich Kunden an umliegende Konkurrenzflughäfen mit

Low-Cost-Angeboten verloren haben, dann kann ein Flughafen wie

Frankfurt nicht dauerhaft sagen, wir ignorieren diese

Marktentwicklung", führte Schulte aus.

Um dem erwarteten, stärkeren Passagierwachstum gerecht zu werden,

prüft Fraport derzeit die Option, den Flugsteig G, der im

Planfeststellungsbeschluss zu Terminal 3 bereits vorgesehen ist,

baulich vorzuziehen. Der Flugsteig mit einer Kapazität von vier bis

sechs Millionen Passagieren würde spezifisch auf die Anforderungen

von Low-Cost-Verkehren zugeschnitten, aber entsprechend der

Planfeststellung einschließlich aller Umsteigefunktionalitäten

realisiert. Das Investitionsvolumen läge bei etwa 100 bis 200

Millionen Euro.

Parallel werden die geplanten Investitionen zur weiteren Stärkung

des Hub-Produkts weiter vorangetrieben. Als wichtigstes Projekt

nannte Schulte Terminal 3, das als Premium-Produkt den Fokus auf

Umsteigeverkehre und Netzwerk-Carrier setze. Zusätzliche

Investitionen in den Bestand, wie beispielsweise eine neue Station im

Flugsteig C für die Sky Line-Bahn am Terminal 1, das neue

Transit-Hotel "MY CLOUD" oder die neue VIP Lounge sollen die

Aufenthaltsqualität und Zufriedenheit der Passagiere steigern und das

Service-Angebot erweitern.

Als ertragsstarkes und wachsendes Geschäftsfeld bezeichnete Dr.

Stefan Schulte die internationalen Beteiligungsflughäfen: "Die breite

internationale Aufstellung hilft, um Schwächephasen in einzelnen

Märkten wie zum Beispiel in der Türkei durch Zuwächse in anderen

Regionen auszugleichen. Diesen Weg der Risikostreuung werden wir

konsequent weitergehen."

Bereits heute erwirtschaftet Fraport im Segment External

Activities & Services mehr als 20 Prozent des Umsatzes und über ein

Drittel des Konzern-Ergebnisses - im Geschäftsjahr 2016 aufgrund der

besonderen Situation durch Manila und St. Petersburg sogar rund 60

Prozent. Mit der erfolgreichen Übernahme der 14 griechischen

Regionalflughäfen und dem erhaltenen Zuschlag für den Betrieb zweier

brasilianischer Airports baut Fraport das internationale Geschäft

weiter aus.

An dem Ausblick für das laufende Geschäftsjahr hält Schulte fest.

Fraport erwartet einen Anstieg beim Passagieraufkommen zwischen zwei

und vier Prozent, beim Umsatz soll ein deutliches Plus auf bis zu 2,9

Milliarden Euro erreicht werden. Das Konzern-Ergebnis wird zwischen

310 und 350 Millionen Euro erwartet. Gegenüber dem bereinigten

Konzern-Ergebnis für 2016 von knapp 300 Millionen Euro entspricht

dies einem deutlichen Anstieg.

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