EVN AG, AT0000741053

EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016 / 17

24.08.2017 - 08:02:24

EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17. EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17

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EVN AG: Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres

2016/17

24.08.2017 / 08:00

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Highlights

- Positive Geschäftsentwicklung:

- Deutlich kühlere Temperaturen in den Kernmärkten Österreich, Bulgarien und

Mazedonien

- Hoher Bedarf an überregionalem Leistungsaustausch und Engpassmanagement

führte zu häufigeren Abrufen der thermischen Kraftwerke der EVN

- Weiterer Ausbau im Bereich Windkraft

- Steigerung der Windkraft-Erzeugungskapazitäten von derzeit 269 MW auf über

300 MW im Geschäftsjahr 2017/18 durch Inbetriebnahme der in Bau befindlichen

Projekte Oberwaltersdorf (10 MW) und Sommerein (33 MW)

- Mittelfristiges Ausbauziel von rund 500 MW installierter Leistung (bei

entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen)

- Fokussierte Fortsetzung der laufenden Investitionsvorhaben in den

Bereichen Netze, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasser

- Schiedsspruch zum Kraftwerksprojekt Walsum 10 zugunsten der

Projektgesellschaft im November 2016

- Positiver Einmaleffekt durch Einigung mit staatlicher bulgarischer

Elektrizitätsgesellschaft NEK im Februar 2017

Kennzahlen

- Umsatz: +9,2 % auf 1.765,5 Mio. Euro

- EBITDA: +14,8 % auf 603,0 Mio. Euro

- EBIT: +0,6 % auf 301,2 Mio. Euro

- Konzernergebnis: +21,7 % auf 242,0 Mio. Euro

Energiewirtschaftliches Umfeld

In den ersten drei Quartalen 2016/17 wurden in den Kernmärkten der EVN

deutlich kühlere Temperaturen gemessen, sowohl im Vergleich zum Vorjahr als

auch zum Mehrjahresdurchschnitt. Die Terminpreise für Grund- und

Spitzenlaststrom lagen in der Berichtsperiode unter dem Niveau des

Vorjahres; demgegenüber verzeichneten die Spotmarktpreise aufgrund der

kalten Witterung und des temporären Stillstands von Produktionskapazitäten

in Frankreich einen Anstieg. Die Preise für Primärenergieträger stiegen im

Vergleich zur Vorjahresperiode durchwegs an, während CO2-Emissionszertifikate

ihre rückläufige Preisentwicklung fortsetzten.

EBITDA, EBIT und Konzernergebnis über Vorjahresniveau

Die Umsatzerlöse der EVN stiegen in den ersten neun Monaten des

Geschäftsjahres 2016/17 um 148,9 Mio. Euro bzw. 9,2 % auf 1.765,5 Mio. Euro.

Die wesentlichen Gründe für diesen Anstieg waren die häufigeren Abrufe der

thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung in Österreich und im

süddeutschen Raum, temperaturbedingt höhere Strom- und Gasnetzabsätze in

Niederösterreich sowie Zuwächse im internationalen Projektgeschäft. Weitere

positive Impulse gingen von der erneuerbaren Erzeugung, aber auch vom

Energiegeschäft in Südosteuropa aus, das ebenfalls von temperaturbedingten

Mengeneffekten profitierte.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger erhöhte sich in den ersten

drei Quartalen 2016/17 ebenfalls um 28,2 Mio. Euro bzw. 3,7 % auf 793,5 Mio.

Euro. Haupttreiber dafür waren die witterungsbedingt höhere Energienachfrage

und der gesteigerte Einsatz der thermischen Kraftwerke, aufwandsmindernd

wirkte hingegen die in Bulgarien erzielte Einigung mit der staatlichen

bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK. Die Fremdleistungen und der

sonstige Materialaufwand nahmen um 55,5 Mio. Euro bzw. 31,4 % auf 232,6 Mio.

Euro zu. Zurückzuführen war dies primär auf eine bereits im zweiten Quartal

2016/17 erforderlich gewordene Wertberichtigung von Vorräten sowie die

positive Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft.

Die planmäßigen Abschreibungen lagen in den ersten drei Quartalen 2016/17

mit 196,1 Mio. Euro um 3,2 Mio. Euro bzw. 1,6 % unter dem Vorjahreswert. Die

Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf

105,8 Mio. Euro (Vorjahr: 26,8 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultierte neben

einer bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgenommenen

Wertminderung auf das bulgarische Wasserkraftwerksprojekt Gorna Arda in Höhe

von 28,9 Mio. Euro aus Wertminderungen, die vor allem das von der EVN

anteilig gehaltene Kraftwerk

Walsum 10 (19,1 Mio. Euro), Strombezugsrechte sowie erneuerbare und

thermische Erzeugungsanlagen (19,9 Mio. Euro) sowie die bulgarische

Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv (26,6 Mio. Euro) betrafen. Per Saldo

ergaben diese Entwicklungen ein EBIT von 301,2 Mio. Euro (Vorjahr: 299,3

Mio. Euro).

Bedingt durch positive Einmaleffekte und höhere Zinserträge sowie niedrigere

Zinsaufwände verbesserte sich das Finanzergebnis im Periodenvergleich auf

-7,8 Mio. Euro (Vorjahr: -39,5 Mio. Euro). Per Saldo erhöhte sich das

Konzernergebnis in den ersten drei Quartalen 2016/17 um 43,2 Mio. Euro bzw.

21,7 % auf 242,0 Mio. Euro.

Solide Bilanzstruktur; gesunkene Nettofinanzverschuldung

Die positiven operativen Ergebnisse der EVN sind die Grundlage für eine

solide Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum 30. Juni 2017

auf 47,5 % (30. September 2016: 42,3 %). Die Nettofinanzverschuldung

reduzierte sich gegenüber dem 30. September 2016 um 221,9 Mio. Euro auf

899,6 Mio. Euro.

Entwicklungen im Energie- und Umweltgeschäft

Energiegeschäft

Die Stromerzeugung der EVN erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2016/17

um 6,0 % auf 4.940 GWh. Die Wärmekraftwerke der EVN wurden in den ersten

drei Quartalen 2016/17 vermehrt zur Netzstabilisierung in Österreich und

Deutschland eingesetzt. Trotz geringerer Produktionsmengen aus dem Kraftwerk

Walsum 10 lag die thermische Erzeugung über dem Wert des Vorjahres. Dank

eines höheren Winddargebots sowie der Inbetriebnahme des Windparks

Paasdorf-Lanzendorf im Juli 2016 stieg auch die Erzeugung aus erneuerbarer

Energie gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig treibt

die EVN den weiteren Ausbau der Winderzeugungskapazitäten voran. Für das

nächste Geschäftsjahr sind die Inbetriebnahmen der Windparkprojekte in

Oberwaltersdorf (10 MW) und Sommerein (33 MW) geplant; damit wird die

Winderzeugungskapazität der EVN von derzeit 269 MW auf über 300 MW

ansteigen. Als mittelfristiges Ausbauziel im Bereich Windkraft wird - bei

entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen - eine installierte Leistung

von rund 500 MW angestrebt.

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energie bildet der kontinuierliche Ausbau

der Netzinfrastruktur in Niederösterreich eine zentrale strategische

Zielsetzung der EVN, um Versorgungssicherheit und -qualität nachhaltig

gewährleisten zu können.

Umwelt- und Wassergeschäft

In der Trinkwasserversorgung werden Kapazitätssteigerungen der Pumpwerke

sowie Erweiterungen der überregionalen Leitungsnetze nachhaltig forciert -

eine Strategie, deren Zweckmäßigkeit gerade in den niederschlagsärmeren

Monaten deutlich wird. Neben einer verlässlichen Versorgung der

niederösterreichischen Bevölkerung mit Trinkwasser ist auch die weitere

Verbesserung der Wasserqualität ein Hauptanliegen der EVN. In diesem Sinn

begannen kürzlich die Bauarbeiten für eine Naturfilteranlage auf dem

Brunnenfeld Wienerherberg in Ebergassing, die künftig rund 100.000 Einwohner

mit auf natürliche Weise enthärtetem Trinkwasser versorgen soll. Im Bereich

der Ortwasserversorgung konnte die EVN im April und Juli 2017 zudem die

Betriebsführung der Wasserleitungsnetze in zwei weiteren

niederösterreichischen Gemeinden übernehmen.

Im internationalen Projektgeschäft war die EVN zum Stichtag 30. Juni 2017

mit der Umsetzung von sieben Abwasserprojekten in Kroatien, Mazedonien,

Montenegro und Tschechien befasst. Die Arbeiten an den in Bau befindlichen

Projekten verlaufen planmäßig. In Russland wurde wie bereits berichtet die

lokale Objektgesellschaft für die Trinkwasserversorgungsanlage Süd-West

Moskau, welche die EVN errichtet, finanziert und zehn Jahre lang betrieben

hatte, per Ende Dezember 2016 nach Zahlung der letzten Rate an die Stadt

Moskau übergeben. Im März 2017 ging ein von der WTE Wassertechnik GmbH mit

einem kuwaitischen Finanzinvestor gebildetes Bieterkonsortium als Bestbieter

aus dem Angebotsverfahren für ein Abwasseraufbereitungsprojekt in Kuwait

hervor. Die endgültige Auftragsvergabe durch die ausschreibenden Stellen

steht noch aus, wird aber für das laufende Kalenderjahr erwartet.

Ausblick

Für das Konzernergebnis wird ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr in der

Größenordnung des Einmaleffekts aus der Einigung mit der NEK in Bulgarien

erwartet. In diesem Zusammenhang waren Zuschreibungen von in der

Vergangenheit wertberichtigten Forderungen und Verzugszinsen in Höhe von

rund 38 Mio. Euro nach Steuern zu berücksichtigen. Für den Ausblick werden

durchschnittliche energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen unterstellt.

Weitere Einflüsse auf das Ergebnis können sich aus regulatorischen

Rahmenbedingungen, den eingeleiteten Verfahren in Bulgarien, den

verbleibenden Verfahren im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Walsum 10

sowie aus dem Fortgang der Aktivitäten in Moskau ergeben.

Den vollständigen Aktionärsbrief zu den ersten drei Quartalen des

Geschäftsjahres 2016/17 finden Sie unter www.investor.evn.at.

24.08.2017 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

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Unternehmen: EVN AG

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