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BVE-PwC-Pressemitteilung: Exportklima im Plus - Markterschließung

16.12.2016 - 11:20:24

BVE Bundesvereinig. Ernährungsindustrie / BVE-PwC-Pressemitteilung: ...

fordert Zeit und immer mehr Kosten (FOTO)

Berlin -

Das Exportklima der Ernährungsindustrie ist im Dezember 2016 im

Vergleich zur Sommerbefragung gestiegen. Der Saldo aus Geschäftslage

und -erwartungen nahm mit 41 Punkten um +5 Punkte zu. Dabei wird die

aktuelle Geschäftslage noch besser eingeschätzt als die

Geschäftserwartungen. Im Vorjahresvergleich zeigt die Stimmungslage

insgesamt Kontinuität und ist mit einem Minus von 1 Punkt nur leicht

gedämpft. Die Ergebnisse des Exportklimas für die Teilbranchen

schwanken deutlich. Besser als im Vorjahr sind vor allem die

Exporteure von Fleisch, Fleischwaren und Bier eingestellt.

Die wichtigsten Exportmärkte sind laut Einschätzung der

Unternehmen derzeit Frankreich, Österreich, die Niederlande, Italien,

die Schweiz, die USA und China. Der Anteil der Unternehmen, der auch

in Länder außerhalb der EU exportiert, ist im Vorjahresvergleich um

7,9 Prozent auf 82 Prozent gestiegen. Dabei organisieren die

Exporteure den Vertrieb im Ausland in allen Märkten zunehmend und

vorrangig in Eigenregie; Importeure und Zwischenhändler werden am

zweithäufigsten für den Vertrieb eingebunden. Ein deutliches

Absatzwachstum wird für die nächsten sechs Monate nicht erwartet. Die

steigenden Absatzerwartungen nahmen vor allem für Japan, China,

Polen, Italien, Frankreich und Spanien zu. Wohl bedingt durch die

politischen Entwicklungen nahmen besonders die steigenden

Absatzerwartungen für die USA, Großbritannien und Russland spürbar ab

aber auch für Australien, Österreich und die Schweiz zeigten sich die

Erwartungen nach dem Hoch der Vormonate gedämpfter.

Markterschließung fordert Zeit und immer mehr Kosten

Jeden dritten Euro verdienen deutsche Lebensmittelhersteller heute

im Ausland, der Export ist eine wichtige Ertragsstütze und

Wachstumsmotor für die Unternehmen. Das Exportgeschäft wird jedoch

immer zeit- und kostenintensiver. Die Markterschließung innerhalb der

EU gelingt 74 Prozent der befragten Exporteure innerhalb eines

Jahres. Außerhalb des Binnenmarktes muss mehr Zeit investiert werden.

Nur 58 Prozent der befragten Unternehmen erschließen Drittlandsmärkte

innerhalb von einem Jahr, 24 Prozent benötigen bis zu zwei Jahre, 7

Prozent sogar mehr als zwei Jahre. Dabei stellten 39 Prozent der

Unternehmen fest, dass der Zeitaufwand für die Markterschließung im

letzten Jahr gestiegen ist, 31 Prozent teilen diese Einschätzung auch

für das kommende Jahr. 45 Prozent der Unternehmen geben an, dass

besonders die Kosten der Markterschließung im letzten Jahr gestiegen

sind, immerhin noch 40 Prozent erwarten auch 2017 einen

Kostenanstieg.

Krisen und Bürokratie blockieren den Lebensmittelexport

Mehrere Märkte für den Export zu erschließen, ist für die

Lebensmittelhersteller eine wichtige Wachstumsstrategie, insbesondere

um Risiken durch Marktvolatilitäten zu minimieren. Außerhalb des

EU-Binnenmarktes nehmen die Handelshemmnisse jedoch immer mehr zu.

Exakt die Hälfte der befragten Unternehmen gab an, dass sie im

vergangenen Jahr in bestimmte Märkte nicht exportieren konnten. Am

stärksten betroffen waren die Exporteure von Süßwaren,

Molkereiprodukten sowie von Fleisch. Zwei Drittel (65 %) der

Befragten nannten als Hauptgrund für den blockierten Marktzugang

politische oder wirtschaftliche Krisen, 51 Prozent gaben

bürokratische Hürden an, die nicht erfüllt werden konnten. Doch auch

31 Prozent der befragten Unternehmen konnten in bestimmte Märkte

aufgrund knapper Ressourcen aus reinem Zeitmangel nicht exportieren.

"Die deutsche Ernährungsindustrie ist deutlich exportorientiert,

dabei ist die Branche zu 95 Prozent durch kleine und mittelständische

Unternehmen geprägt. Knappe Ressourcen, viel Bürokratie und volatile

Märkte stellen insbesondere für diese Unternehmen eine große

Herausforderung bei der Markterschließung dar. Verlässliche stabile

handelspolitische Rahmenbedingungen, ein Abbau von Handelshemmnissen

und Bürokratie aber auch eine branchengerechte Exportförderung können

den Zeit- und Kostenaufwand beim Export erheblich senken. Die enge

Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft muss daher weiter gefördert

und ausgebaut werden", kommentiert Christoph Minhoff,

Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen

Ernährungsindustrie (BVE), die aktuellen Ergebnisse des

Exportbarometers.

Gerd Bovensiepen, Leiter des PwC Geschäftsbereichs Handel und

Konsumgüter in Deutschland und EMEA, erklärt: "Die Erschließung neuer

Märkte außerhalb der EU ist aufwändig. Dafür braucht es nicht nur Mut

und Know-how, sondern auch finanzielle, personelle und zeitliche

Ressourcen. Doch der Schritt lohnt sich für die deutschen

Lebensmittelhersteller. Sie können sich dadurch nicht nur breiter

aufstellen und die Risiken minimieren, die erhöhte Marktvolatilitäten

mit sich bringen. Der Export in verschiedene Märkte ist auch ein

wichtiger Wachstumsmotor. Das Label 'Made in Germany' gilt als

Qualitätsmerkmal, deutsche Lebensmittel sind weltweit gefragt."

Zur Umfrage

Das Exportbarometer der deutschen Ernährungsindustrie erstellt die

Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC im Auftrag der

BVE, mittlerweile bereits zum vierzehnten Mal. Die Ergebnisse stehen

hier im Detail zum Download zur Verfügung: http://ots.de/WJM9g

Das Exportbarometer der Ernährungsindustrie wird gefördert durch

das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines

Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.bve-online.de

www.pwc.de/exportbarometer-dezember2016

www.pwc.de/exportbarometer

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen

aufzubauen und wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 223.000

Mitarbeiter in 157 Ländern tragen hierzu mit hochwertigen,

branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen

Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Unternehmensberatung bei.

Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder

eine oder mehrere der rechtlich selbstständigen

Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter www.pwc.com/structure

Die BVE ist der wirtschaftspolitische Spitzenverband der deutschen

Ernährungsindustrie. Seit ihrer Gründung 1949 vertritt sie

erfolgreich die branchenübergreifenden Interessen der

Lebensmittelhersteller gegenüber Politik, Verwaltung, Medien,

Öffentlichkeit und Marktpartnern. In der BVE haben sich über

Fachverbände und Unternehmen alle wichtigen Branchen der

Ernährungsindustrie - von den alkoholfreien Getränken über Fleisch

und Süßwaren bis hin zum Zucker - zusammengeschlossen.

http://www.bve-online.de/die-bve/aufgaben

OTS: BVE Bundesvereinig. Ernährungsindustrie

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/18130

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Pressekontakt:

Christoph Minhoff

BVE

Hauptgeschäftsführer

Tel: +49 30 200786-135

E-Mail: cminhoff@bve-online.de

www.bve-online.de

Martin Reulecke

PwC-Presseabteilung

Tel: (0211) 981-1657

E-Mail: martin.reulecke@de.pwc.com

www.pwc.de

- Querverweis: Bildmaterial ist abrufbar unter

http://www.presseportal.de/pm/18130/3513222 -

@ dpa.de

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