Börsen-Zeitung, Unternehmensmitteilungen

Börsen-Zeitung: Keine Experimente, Kommentar zur DZ Bank von Bernd

07.03.2017 - 20:38:25

Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Keine Experimente, Kommentar zur DZ ...

Wittkowski

Frankfurt - Betrachtet man die Entwicklung der deutschen

Bankenlandschaft in einem mehrjährigen Vergleich, ist es kaum

übertrieben, von tektonischen Verschiebungen zu sprechen. Etwa mit

Blick auf die Größe der Akteure. Inklusive der übernommenen Dresdner

Bank war die Bilanz der Commerzbank 2008 rund 1,1 Bill. Euro lang.

Heute ist es deutlich weniger als die Hälfte davon. Zur Nummer 2 ist

nach der Fusion mit der WGZ die DZ Bank aufgestiegen (509 Mrd. Euro),

hinter der Deutschen mit 1,6 Bill. Euro. Den dritten Platz hält die

KfW, die - auch das spricht für sich - als einziges Haus die Chance

hat, mit dem Spitzeninstitut der Kreditgenossen um den Titel des

Ertragschampions zu kämpfen.

Ein Vorsteuerergebnis von 2,2 Mrd. Euro wäre zu schlagen. Das

erarbeitet die DZ Bank mit 28.000 Leuten. 50.000 Commerzbanker

schafften zuletzt weit weniger als ein Drittel davon, während 100.000

Mitarbeiter der Deutschen Bank 810 Mill. Euro Miese produzierten.

Unter den drei Adressen weist die Holding der genossenschaftlichen

Allfinanzgruppe zudem die mit Abstand höchste Kapitalquote aus.

Wie konnte das passieren? Die Frage kann auf den folgenden 47

Zeilen nicht umfassend beantwortet werden. Doch ein zentraler Teil

der Antwort lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Genossen

haben eine nachhaltige Strategie, die sie konsequent umsetzen.

Andernorts fällt höchstens die Sprunghaftigkeit als nachhaltig auf.

Da kommt das Diktum, dass manche seltener das Hemd wechseln als

andere die Strategie, der Realität schon ziemlich nah.

Bevor nun der genossenschaftliche Verbund die Korken knallen

lässt, sei ernüchternd daran erinnert: Das war nicht immer so. Auch

diese Säule der Branche hat eine Phase von Versuch und Irrtum hinter

sich. Bis die heutige Struktur gefunden war, ging ein jahrelanges

pathologisches Lernen voraus. Und auch die jetzige Aufstellung, die -

Beispiel Immobilienfinanzierung - ohnehin noch nicht komplett

abgeschlossen ist, feit ja ersichtlich nicht gegen die Risiken der

christlichen Seefahrt und andere Unbilden. Nur ist das einzig

verbliebene Oberhaus der Gruppe heute in der komfortablen Lage,

Belastungen wie jene durch die Deutsche Verkehrsbank oder die VR

Leasing auch über ein paar Jahre aussitzen zu können.

Ob eine Gruppe, die es so weit gebracht hat, gut beraten ist,

Kraft, Zeit und Geld für neue strategische und strukturelle

Experimente in Gestalt einer zusätzlichen Steuerungsholding zu

ver(sch)wenden? Genossenschaftliche Basisdemokratie sollte möglich

sein, ohne die Gruppe und sich selbst durch exzessive Komplexität zu

überfordern.

OTS: Börsen-Zeitung

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/30377

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2

Pressekontakt:

Börsen-Zeitung

Redaktion

Telefon: 0692732-0

www.boersen-zeitung.de

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!